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Spinnentier

Vierfleckkreuzspinne

Araneus quadratus

RL LC🔬 Zeigerart

Die Vierfleckkreuzspinne ist eine der schwersten einheimischen Spinnenarten und gehört zur Familie der Echten Radnetzspinnen. Ihr Hinterleib ist fast kugelig und weist vier markante, trapezförmig angeordnete weiße Flecken auf, die der Art ihren Namen geben. Die Grundfärbung ist extrem variabel und reicht von hellem Grün über Gelb und Orange bis hin zu dunklem Rotbraun. Sie bewohnt bevorzugt feuchte Wiesen und Hochstaudenfluren, wo sie ihre großen Radnetze in geringer Höhe zwischen Gräsern und Stauden baut.

Details

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Erkennungsmerkmale

Vier weiße Flecken auf dem Abdomen, sehr variabler Grundton (grün, gelb, rot, braun), kräftiger und fast kugeliger Hinterleib bei Weibchen, deutlich kleinere Männchen, behaarte Beine mit dunkler Ringelung.

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Sozialverhalten

Einzelgängerisch und territorial; die Spinne besetzt ein eigenes Netz und duldet keine Artgenossen in unmittelbarer Nähe.

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Ernährung

Insektenfresser; ernährt sich primär von Fluginsekten wie Fliegen, Bienen, Wespen und Heuschrecken, die im Netz gefangen werden.

🎯

Jagdstrategie

Bau eines vertikalen Radnetzes mit einem Signalfaden, der zu einem meist glockenförmigen Schlupfwinkel aus zusammengesponnenen Blättern führt.

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Überwinterung

Die Art überwintert im Eistadium innerhalb eines schützenden Kokons; die adulten Tiere sterben im Spätherbst.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator in Wiesenökosystemen zur Kontrolle von Insektenpopulationen.

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Natürliche Feinde

Vögel, Schlupfwespen (als Larvalparasitoide), Eidechsen und größere Raubspinnen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere große Radnetzspinnen wie die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) oder die Wespenspinne (Argiope bruennichi).

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Ökosystemleistung

Natürliche Schädlingskontrolle durch den Verzehr großer Mengen an Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft, häufige Mahd von Wiesen, Entwässerung von Feuchtgebieten und der Einsatz von Insektiziden.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Echte Radnetzspinnen

Erkennungsmerkmale

Neben den vier namensgebenden Flecken zeichnet sich die Art durch ein sehr voluminöses, fast kugelförmiges Abdomen bei den Weibchen aus. Ein wichtiges Merkmal ist der Bau eines glockenförmigen, nach unten offenen Schlupfwinkels aus Seide und Pflanzenteilen, der seitlich oberhalb des Netzes platziert wird.

Lebensraum

Bevorzugt offene, feuchte bis nasse Lebensräume wie Feuchtwiesen, Moore, Seggenriede und Brachen mit hoher, stabiler Krautschicht. Gelegentlich auch an Waldrändern oder in Gärten.

Rolle im Nahrungsnetz

Bedeutender Regulator von Insektenpopulationen in Feuchtgebieten; dient selbst als wichtige Nahrungsquelle für insektenfressende Vögel und spezialisierte Wespen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust von Feuchtgebieten durch Entwässerung, Intensivierung der Landwirtschaft (häufige Mahd), Verbuschung von Offenland und der Einsatz von Insektiziden.

Bestandstrend

In Deutschland aktuell als 'ungefährdet' eingestuft (Rote Liste 2016), jedoch sind lokale Rückgänge in intensiv genutzten Agrarlandschaften zu verzeichnen.

Wikipedia →