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Fisch

Giebel

Carassius gibelio

RL LC🔬 Zeigerart

Der Giebel ist ein extrem widerstandsfähiger Süßwasserfisch, der ursprünglich aus dem ostasiatisch-sibirischen Raum stammt und sich weit über Europa ausgebreitet hat. Er gilt als die wild lebende Stammform des Goldfisches und zeichnet sich durch seine silbrig-graue Färbung aus. Eine biologische Besonderheit der Art ist die Gynogenese, bei der sich die Eizellen ohne Verschmelzung mit männlichem Erbgut entwickeln können. Er besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer mit schlammigem Grund und niedrigem Sauerstoffgehalt.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Silbrig-graue bis bleifarbene Flanken, hoher Rücken, Rückenflosse mit gesägtem Hartstrahl, 27-33 Schuppen entlang der Seitenlinie, Bauchfell meist dunkel pigmentiert.

🐠

Sozialverhalten

Gesellig, bildet besonders im Jungfischstadium größere Schwärme.

🍽️

Ernährung

Omnivor; ernährt sich von Zooplankton, kleinen wirbellosen Bodentieren, Algen und Detritus.

🎯

Jagdstrategie

Gründeln im Bodensubstrat und Abweiden von Aufwuchs an Wasserpflanzen.

🥚

Laichsubstrat

Wasserpflanzen (Haftlaicher).

❄️

Überwinterung

Winterruhe in tieferen Gewässerzonen oder teilweise im Schlamm eingegraben.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Starker Nahrungskonkurrent für einheimische Arten wie die Karausche; Pionierart in degradierten Gewässern.

🦅

Natürliche Feinde

Hecht, Zander, Fischotter, Kormoran, Reiher.

⚔️

Konkurrenzarten

Karausche (Carassius carassius), Karpfen, Schleie.

🌟

Ökosystemleistung

Dient als Beutefisch für verschiedene Raubtiere in sonst fischleeren, sauerstoffarmen Gewässern.

⚠️

Bedrohungen

In Europa nicht bedroht; Ausbreitung wird durch anthropogene Gewässerveränderungen gefördert.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Morphologie & Identifikation

Familie
Karpfenfische (Cyprinidae)
Körperlänge
10 – 50 cm
Maximalgröße
50
Gewicht
0.1 – 3 kg
Maximalgewicht
3
Lebenserwartung
5 – 15 a
Körperform
Gedrungener, hochrückiger Körper, seitlich abgeflacht; Kopf relativ kurz mit endständigem Maul.
Schuppenformel
27-33 (SL)
Flossenformel
D III-IV/14-19, A II-III/5

Färbung

Flanken silbrig-grau bis bronzefarben, Rücken dunkler (olivgrau), Bauch weißlich-silbern. Flossen gräulich.

Erkennungsmerkmale

Silbrig-graue Färbung, hochrückiger Körper, 27-33 Schuppen in der Seitenlinie. Wichtigstes Merkmal zur Unterscheidung von der Karausche ist das schwarze Peritoneum (Bauchfell) und die deutlich gesägte Rückenflosse (letzter Hartstrahl).

Verwechslungsarten

Karausche (Carassius carassius - helles Bauchfell, rundere Rückenflosse), Karpfen (Cyprinus carpio - hat Barteln), Goldfisch (Carassius auratus).

Geschlechtsdimorphismus

Äußerlich kaum unterscheidbar; Besonderheit ist die gynogenetische Fortpflanzung triploider Weibchen.

Habitat & Lebensraum

Tiefenbereich
0.5 – 5 m
Temperaturbereich
4 – 30 °C
pH-Bereich
6.5 – 9 pH

Fischregion

Brachsenregion; stehende Gewässer wie Seen, Teiche und Altarme.

Bevorzugte Zone

Benthopelagisch; hält sich meist in Bodennähe oder in der mittleren Wassersäule auf.

Strömungspräferenz

Stagnophil bis limnophil; bevorzugt stehende oder sehr langsam fließende Gewässer.

Substratpräferenz

Bevorzugt weiche, schlammige Böden mit reichem Detritus und Makrophytenbewuchs.

Sauerstoffbedarf

Sehr gering; kann in extrem sauerstoffarmen Gewässern überleben, in denen andere Fischarten sterben.

Migration

Migrationstyp
Standorttreu
Wanderdistanz
0 – 10 km

Wanderverhalten

Keine ausgeprägten Wanderungen; lediglich lokale Wanderungen zwischen Winterquartieren und Laichgebieten.

Fortpflanzung

LaichzeitMai – Jul
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
Laichtemperatur
14 – 20 °C
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