Sal-Weide
Salix caprea
Die Sal-Weide ist ein Pionierbaum, der Wuchshöhen von bis zu 15 Metern erreicht und durch seine silbrig-glänzenden Kätzchenblüten bekannt ist. Sie ist zweihäusig getrenntgeschlechtig und blüht lange vor dem Blattaustrieb, was sie zu einer essenziellen ersten Nahrungsquelle für Bestäuber macht. Die Art bevorzugt frische, nährstoffreiche Böden und besiedelt Lichtungen, Waldränder und Brachflächen.

Details
Sauerstoffproduktion
Mäßige Sauerstoffproduktion durch Photosynthese während der Vegetationsperiode.
Habitatfunktion
Wichtiger Nistplatz für Vögel und Überwinterungsquartier für Insekten in der rissigen Borke.
Nährstoffaufnahme
Hoher Stickstoffbedarf; trägt zur Nährstoffbindung in Ufernähe bei.
Nahrungsquelle für
Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen, Raupen des Großen Schillerfalters und des Trauermantels.
Nutzung durch Menschen
Früher zur Gewinnung von Salicin (Arznei) und Gerbstoffen; heute primär als Ziergehölz und Bienenweide.
Ökologie
Ökologische Rolle
Schlüsselart für die Biodiversität; bietet Nahrung für über 100 Schmetterlingsarten und zahlreiche Wildbienen.
Natürliche Feinde
Verschiedene Käferlarven (z.B. Weidenbohrer) und Pilzerkrankungen.
Konkurrenzarten
Konkurrenzstärkere Klimaxbaumarten wie Buche oder Eiche in späteren Sukzessionsstadien.
Ökosystemleistung
Bodenstabilisierung, Erosionsschutz und Bereitstellung von Bestäubungsressourcen im Vorfrühling.
Bedrohungen
Verlust von Saumhabitaten, intensive Forstwirtschaft und übermäßiges Schneiden der Weidenkätzchen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Verlust von natürlichen Flussdynamiken, intensive Forstwirtschaft (Entfernung als 'Weichlaubholz'), Verbauung von Uferrandstreifen.