Kürbisspinne
Araniella cucurbitina
Die Kürbisspinne ist eine kleine Spinne aus der Familie der Araneidae, die durch ihren leuchtend gelbgrünen Hinterleib auffällt. Am Ende des Opisthosomas befindet sich oberhalb der Spinnwarzen ein charakteristischer roter Fleck. Sie baut kleine Radnetze, oft horizontal zwischen Blättern, und ist in Gärten sowie Wäldern weit verbreitet. Die grüne Färbung dient als hervorragende Tarnung innerhalb der Vegetation.

Details
Erkennungsmerkmale
Gelbgrüner Hinterleib mit 4-5 Paaren schwarzer Punkte; markanter roter Fleck über den Spinnwarzen; Vorderkörper hellbraun bis grünlich.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; Interaktionen beschränken sich weitgehend auf die Paarungszeit.
Ernährung
Ernährt sich von kleinen fliegenden Insekten wie Mücken, Fliegen und Blattläusen.
Jagdstrategie
Bau kleiner, meist horizontaler Radnetze mit einem Durchmesser von etwa 10 cm zwischen Zweigen oder Blättern.
Laichsubstrat
Eikokons werden an Blattunterseiten oder in der Vegetation befestigt.
Überwinterung
Überwinterung als Jungspinne in Kokons oder unter loser Baumrinde.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Regulator von Insektenpopulationen in der Strauch- und Baumschicht.
Natürliche Feinde
Insektenfressende Vögel, Schlupfwespen und größere räuberische Arthropoden.
Konkurrenzarten
Andere Arten der Gattung Araniella, insbesondere Araniella opisthographa.
Ökosystemleistung
Biologische Kontrolle von Schadinsekten in Gärten und forstwirtschaftlichen Flächen.
Bedrohungen
Einsatz von Breitbandinsektiziden und Verlust von Heckenstrukturen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Leuchtend grüne Färbung dient der Tarnung auf Blättern. Der rote Fleck am Hinterleibsende ist ein diagnostisches Merkmal der Gattung Araniella. Das Radnetz ist mit ca. 10 cm Durchmesser auffallend klein.
Lebensraum
Waldränder, Gebüsche, Gärten, Parks und Streuobstwiesen; bevorzugt die Strauch- und Kronenschicht.
Rolle im Nahrungsnetz
Sekundärkonsument; reguliert Insektenpopulationen und dient als Beute für Vögel und Schlupfwespen.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Einsatz von Breitbandinsektiziden in der Land- und Forstwirtschaft; Verlust von Hecken und strukturreichen Waldrändern.
Bestandstrend
Stabil; die Art gilt in Deutschland und Mitteleuropa als weit verbreitet und häufig (Rote Liste: Ungefährdet).