Sumpfrohrsänger
Acrocephalus palustris
Der Sumpfrohrsänger ist ein kleiner, oliv-brauner Singvogel, der vor allem durch seinen außergewöhnlichen Gesang auffällt, in dem er Dutzende andere Vogelarten perfekt imitiert. Er besiedelt dichte Hochstaudenfluren, Gebüsche und Grabenränder, oft in der Nähe von Wasser, aber weniger im Schilf als seine Verwandten. Als Langstreckenzieher verbringt er den Winter im südöstlichen Afrika und kehrt erst spät im Mai in seine Brutgebiete zurück. Die Art ist morphologisch kaum vom Teichrohrsänger zu unterscheiden, lässt sich aber sicher am Gesang und den helleren Beinen bestimmen.
Steckbrief
13cm
14.5cm
0.011kg
9J.
Details
Erkennungsmerkmale
Oberseite oliv-braun, Unterseite weißlich-beige, Beine hell-fleischfarben oder gelblich, Schnabelbasis hell, schneller Imitationsgesang.
Sozialverhalten
Während der Brutzeit territorial; singt oft aus exponierten Warten in der Vegetation.
Ernährung
Hauptsächlich Insekten (Blattläuse, Käfer, Fliegen) und Spinnen; im Spätsommer gelegentlich kleine Beeren.
Jagdstrategie
Sammelt Beute flink von Blättern und Stängeln innerhalb dichter Vegetation ab.
Überwinterung
Vollständige Abwanderung in tropische und subtropische Gebiete Afrikas.
Ökologie
Ökologische Rolle
Insektenfresser zur Regulation von Wirbellosenpopulationen; wichtiger Wirt für den Kuckuck.
Natürliche Feinde
Sperber, Hauskatzen, Marder, Elstern (Nesträuber), Schlangen.
Konkurrenzarten
Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) - ökologische Nische überschneidet sich teilweise.
Ökosystemleistung
Biologische Schädlingskontrolle durch den Verzehr großer Mengen von Insekten.
Bedrohungen
Verlust von Feuchtgebieten, Zerstörung von Hochstaudenfluren durch Mahd oder Bebauung, Klimawandel auf den Zugrouten.