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Makrozoobenthos

Asiatische Körbchenmuschel

Corbicula fluminea

RL LC🔬 Zeigerart

Die Asiatische Körbchenmuschel ist eine invasive Muschelart mit einer fast dreieckigen, festschaligen Form und markanten konzentrischen Rippen. Ihre Färbung variiert von gelblich-grün bis dunkelbraun, während die Innenseite oft violett getönt ist. Sie besiedelt bevorzugt sandige oder kiesige Substrate in Fließgewässern und Seen und kann dort extrem hohe Siedlungsdichten erreichen.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Ausgeprägte konzentrische Rippen, fast dreieckiger Umriss, gelb-braunes Periostracum, oft violette Schaleninnenseite.

🐠

Sozialverhalten

Bildet oft extrem dichte Massenansammlungen mit bis zu mehreren tausend Individuen pro Quadratmeter.

🍽️

Ernährung

Filtriert Phytoplankton, Bakterien und organischen Detritus aus der Wassersäule.

🎯

Jagdstrategie

Passiver Filtrierer durch Einströmsiphonen.

🥚

Laichsubstrat

Hermaphroditisch; Larven werden in den Kiemen der Elterntiere ausgebrütet.

❄️

Überwinterung

Verbleibt im Sediment; ist jedoch empfindlich gegenüber anhaltendem Frost und Temperaturen unter 2°C.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Konkurriert stark mit einheimischen Muschelarten um Nahrung und Lebensraum; verändert Nährstoffkreisläufe.

🦅

Natürliche Feinde

Wasservögel, Fische (z.B. Karpfen, Brassen), Bisamratten und Krebse.

⚔️

Konkurrenzarten

Einheimische Flussmuscheln (Unionidae), Wandermuschel (Dreissena polymorpha).

🌟

Ökosystemleistung

Wasserklärung durch hohe Filtrationsleistung; dient als Nahrungsquelle für diverse Prädatoren.

⚠️

Bedrohungen

Kälteeinbrüche im Winter, Sauerstoffmangel im Sediment, extreme Verschmutzung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Körbchenmuscheln (Cyrenidae)

Erkennungsmerkmale

Wichtigstes Merkmal sind die groben, gleichmäßigen konzentrischen Rippen (ca. 1-3 Rippen pro mm bei adulten Tieren). Im Gegensatz zu einheimischen Sphaeriidae sind die Seitenzähne des Schlosses deutlich fein gesägt (Serration). Die Schale ist wesentlich massiver und schwerer als die der heimischen Kugelmuscheln.

Ernährung

Phytoplankton, Bakterien und feiner organischer Detritus aus der Wassersäule und der Sedimentoberfläche.

Fortpflanzung

Zwitter (simultaner Hermaphroditismus) mit der Fähigkeit zur Selbstbefruchtung (Androgenese). Die Eier werden in den Kiemen (Marsupium) bebrütet, bis sie als fertige Jungmuscheln (Pediveliger) entlassen werden.

Rolle im Nahrungsnetz

Invasiver Ökosystem-Ingenieur. Konkurriert mit heimischen Muscheln um Nahrung und Platz. Dient als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Fischarten und Wasservögel.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

In Europa nicht gefährdet; lokale Populationen können durch extreme Kälteereignisse (unter 2°C) oder Sauerstoffmangel im Sommer zusammenbrechen.

Schutzmaßnahmen

Keine Schutzmaßnahmen erforderlich, da invasive Art. Managementmaßnahmen zielen auf die Verhinderung der Verschleppung in noch nicht besiedelte Gewässersysteme ab.

Wikipedia →