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Säugetier

Bisamratte

Ondatra zibethicus

RL LC

Die Bisamratte ist das größte Mitglied der Wühlmausfamilie und zeichnet sich durch ihren seitlich abgeplatteten Schwanz aus. Sie ist hervorragend an das Leben im Wasser angepasst und besiedelt verschiedene Still- und Fließgewässer. Bekannt ist sie für ihre Bautätigkeit, bei der sie entweder Erdbauten in Uferböschungen oder freistehende Burgen aus Pflanzenmaterial errichtet. In Europa gilt sie als invasive Art, da ihre Wühltätigkeit Hochwasserschutzanlagen wie Deiche massiv beschädigen kann.

Details

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Erkennungsmerkmale

Seitlich abgeplatteter Schwanz; dichte, braune Unterwolle; Hinterfüße mit Schwimmborsten; gedrungener Körperbau mit kurzem Hals.

🐠

Sozialverhalten

Territorial während der Fortpflanzungszeit; lebt in Familiengruppen; nutzt Duftdrüsen zur Reviermarkierung.

🍽️

Ernährung

Überwiegend pflanzlich (Wasserpflanzen, Schilf, Kräuter), gelegentlich tierische Kost wie Muscheln, Krebse oder Fische.

🎯

Jagdstrategie

Sammeln von Pflanzenmaterial; aktives Suchen nach Muscheln am Gewässergrund.

❄️

Überwinterung

Aktiv; nutzt Vorräte und schützt sich in isolierten Bauen oder Burgen vor extremen Temperaturen.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Beeinflusst die Vegetationsstruktur in Feuchtgebieten; dient als Beute für Prädatoren; invasive Schadeffekte an Wasserbauwerken.

🦅

Natürliche Feinde

Mink, Rotfuchs, Uhu, Seeadler, Hecht (für Jungtiere).

⚔️

Konkurrenzarten

Nutria, Wanderratte, Biber (teilweise Raum- oder Nahrungskonkurrenz).

🌟

Ökosystemleistung

Schaffung von Lichtungen in Röhrichtbeständen, was die Biodiversität lokal erhöhen kann.

⚠️

Bedrohungen

Gezielte Bekämpfung durch den Menschen; Lebensraumverlust durch Flussverbauung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Wühlmäuse

Erkennungsmerkmale

Seitlich stark abgeplatteter, fast nackter und beschuppter Schwanz; Hinterfüße deutlich größer als Vorderfüße und mit Schwimmborsten (keine echten Schwimmhäute) ausgestattet; Ohren fast völlig im Fell verborgen.

Lebensraum

Uferbereiche von Still- und Fließgewässern, Marschen, Sümpfe, Kanäle und Gräben; bevorzugt Gewässer mit reicher Ufervegetation und grabfähigen Böden für den Bau von Erdbauen.

Ernährung

Primär herbivor (Wasserpflanzen, Schilf, Rohrkolben, Feldfrüchte); opportunistisch werden auch tierische Proteine wie Muscheln (z. B. Teichmuscheln), Krebse und selten tote Fische verzehrt.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

In Europa nicht gefährdet; die Art unterliegt einem Management zur Bestandsreduzierung aufgrund ihres invasiven Status und der Schäden an der Infrastruktur.

Bestandstrend

Weit verbreitet und stabil, regional durch intensive Bekämpfungsmaßnahmen rückläufig.

Schutzmaßnahmen

Keine Schutzmaßnahmen; die Art ist auf der Liste der invasiven gebietsfremden Arten von unionsweiter Bedeutung (EU-Verordnung 1143/2014) gelistet.

Wikipedia →