Gewöhnlicher Hornklee
Lotus corniculatus
Der Gewöhnliche Hornklee ist eine vieljährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 5 und 30 Zentimetern erreicht. Er gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und ist bekannt für seine leuchtend gelben, oft rötlich überlaufenen Blütenköpfchen. Die Pflanze verfügt über eine tiefe Pfahlwurzel und lebt in Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien (Rhizobien). Er ist eine ökologisch wertvolle Art, die als wichtige Futterquelle für zahlreiche Insektenarten, insbesondere Wildbienen und Schmetterlingsraupen, dient.

Details
Habitatfunktion
Bietet Lebensraum und Nahrung für über 60 Insektenarten, darunter der Hauhechel-Bläuling.
Nährstoffaufnahme
Effiziente Aufnahme von Phosphat; Stickstoffbedarf wird teils durch Symbiose mit Rhizobien gedeckt.
Nahrungsquelle für
Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge (z. B. Zygaena-Arten) und deren Raupen.
Nutzung durch Menschen
Wertvolle Futterpflanze für Vieh, Bodenverbesserer in der Landwirtschaft, Verwendung in Wildblumenmischungen.
Ökologie
Ökologische Rolle
Stickstofffixierung im Boden, Pionierpflanze, wichtige Nektarquelle und Wirtspflanze für spezialisierte Insekten.
Natürliche Feinde
Diverse Herbivoren wie Schnecken, Käferlarven und Huftiere.
Konkurrenzarten
Konkurrenzstarke Gräser auf hochgedüngten Standorten.
Ökosystemleistung
Bodenverbesserung (N-Anreicherung), Bestäubungsleistung, Erosionsschutz durch tiefes Wurzelwerk.
Bedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft, übermäßiger Herbizideinsatz und Eutrophierung von Magerrasen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Primär generativ durch Samen; zudem vegetative Vermehrung über verzweigte Rhizome und kriechende Ausläufer möglich.