Zum Inhalt springen
Bestäuber

Weiden-Sandbiene

Andrena vaga

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Weiden-Sandbiene ist eine der auffälligsten solitären Wildbienenarten des zeitigen Frühjahrs. Sie zeichnet sich durch eine dichte, weißgraue Behaarung am Thorax und einen glänzend schwarzen Hinterleib aus. Die Art nistet bevorzugt in selbstgegrabenen Gängen in sandigen oder lockeren Böden, oft in großen Kolonien. Sie ist streng oligolektisch und sammelt Pollen ausschließlich an Weiden (Salix-Arten).

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Hellgraue Behaarung auf dem Thorax, schwarzer glänzender Hinterleib, schwarze Endfranse beim Weibchen.

🐠

Sozialverhalten

Solitär, bildet aber oft große Nistaggregationen (Kolonien) mit hunderten von Nestern.

🍽️

Ernährung

Streng spezialisiert auf Pollen von Weiden (Salix-Arten).

🥚

Laichsubstrat

Offene, sandige oder schwach bewachsene Bodenstellen.

❄️

Überwinterung

Überwintert als fertiges Insekt (Imago) in der unterirdischen Nestzelle.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Bestäuber von Weidengewächsen im zeitigen Frühjahr.

🦅

Natürliche Feinde

Kuckucksbienen (z.B. Nomada lathburiana), Ölkäfer, Vögel und Spinnen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Weiden-spezialisierte Sandbienen wie Andrena mitis oder Andrena nycthemera.

🌟

Ökosystemleistung

Bestäubung von Wild- und Kulturweiden.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Sandlebensräumen, Flussverbauung und Entfernung von Weidengebüschen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Sandbienenartige

Erkennungsmerkmale

Große Sandbiene (13-15 mm). Der Thorax ist gleichmäßig weißgrau behaart ohne schwarze Querbinde (Abgrenzung zu A. cineraria). Die Art ist streng oligoletisch auf Salix spezialisiert. Männchen haben auffällig lange, säbelförmige Mandibeln und ein hell behaartes Gesicht.

Lebensraum

Flussauen, Sandgruben, Waldränder, Binnendünen, Parks und Gärten mit Vorkommen von Weiden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust von Weidengebüschen durch Gewässerausbau; Versiegelung von Nistflächen; intensive Mahd von Deichen; Pestizideinsatz in der Landwirtschaft.

Bestandstrend

Stabil; in Deutschland aktuell als ungefährdet eingestuft (Rote Liste 2011/2024), profitiert regional von Flussrenaturierungen.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Förderung heimischer Weidenarten; Schutz von offenen Sandflächen und Uferbereichen; Verzicht auf Bodenversiegelung in bekannten Koloniebereichen.

Wikipedia →