Zum Inhalt springen
Spinnentier

Gebirgs-Weberknecht

Mitopus morio

RL LC

Der Gebirgs-Weberknecht, auch Bergweberknecht genannt, ist eine Art aus der Familie der Phalangiidae. Er besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen, von Wäldern und Gärten bis hin zu alpinen Matten und Schutthalden oberhalb der Baumgrenze. Die Art ist für ihre enorme Variabilität in Färbung und Beinlänge bekannt, die oft von der Höhenlage des Habitats abhängt.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Charakteristische dunkle Sattelzeichnung auf dem Hinterleib, die oft hell eingefasst ist; sehr lange Beine (besonders das zweite Paar); Augenhügel mit kleinen Dornen versehen.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, zeigt jedoch keine ausgeprägte Aggression gegenüber Artgenossen außerhalb der Paarungszeit.

🍽️

Ernährung

Opportunistischer Allesfresser, der sich von kleinen Insekten, Milben, toten Gliedertieren sowie gelegentlich von Pilzen und Pflanzensäften ernährt.

🎯

Jagdstrategie

Aktives Suchen und Ergreifen von Beute mit den Pedipalpen; nutzt auch Aas.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden in feuchte Erde, Moos oder unter Rinde abgelegt.

❄️

Überwinterung

Die Art überwintert in der Regel im Eistadium im Boden oder in geschützten Moosschichten.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator im Mikro-Ökosystem des Bodens und der Krautschicht; trägt zur Zersetzung organischer Stoffe bei.

🦅

Natürliche Feinde

Vögel, kleine Säugetiere (Spitzmäuse), Amphibien und größere Raubspinnen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Weberknecht-Arten wie Phalangium opilio oder Leiobunum-Arten.

🌟

Ökosystemleistung

Natürliche Schädlingskontrolle durch das Fressen von Blattläusen und anderen kleinen Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Lokal durch intensive Landwirtschaft und Lebensraumverlust, insgesamt jedoch nicht gefährdet.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Echte Weberknechte (Phalangiidae)

Erkennungsmerkmale

Lange, dünne Beine mit dunklen Ringen. Das Ocularium (Augenhügel) trägt zwei Reihen kleiner Dornen. Im Gegensatz zur Gattung Oligolophus fehlt der Trident (Drei-Zacken-Gruppe) am Vorderrand des Carapax. Die Beine sind im Querschnitt rundlich bis leicht kantig.

Lebensraum

Eurytop und extrem anpassungsfähig; besiedelt Wälder, Moore, Heiden, Gärten und alpine Matten bis über 3000 m ü. NN. Eine der am weitesten verbreiteten Arten in Europa.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Prädator von Agrarschädlingen und Destruent im Ökosystem; dient als Beute für Vögel, Amphibien und räuberische Insekten.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Derzeit keine signifikanten Gefährdungen bekannt; die Art gilt als sehr häufig und nicht gefährdet (Rote Liste Deutschland: Ungefährdet).

Bestandstrend

Stabil; weit verbreitet in der gesamten Paläarktis.

Wikipedia →