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Makrozoobenthos

Große Schlammschnecke

Lymnaea stagnalis

RL LC🔬 Zeigerart

Die Große Schlammschnecke ist die größte einheimische Süßwasserschnecke und erreicht Gehäuselängen von bis zu 7 Zentimetern. Ihr Gehäuse ist rechtsgewunden, dünnwandig und läuft in einer sehr spitzen Spira aus. Sie bewohnt stehende oder langsam fließende Gewässer mit reichem Pflanzenwuchs und ist ein Lungenatmer, der regelmäßig zum Luftholen an die Oberfläche kommt. Die Färbung des Gehäuses variiert von hellbraun bis fast schwarz, während der Körper meist gräulich oder gelblich erscheint.

Details

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Erkennungsmerkmale

Spitz zulaufendes, rechtsgewundenes Gehäuse mit 4,5 bis 6 Windungen; große, flache, dreieckige Fühler; Gehäusemündung ist hoch-oval.

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Sozialverhalten

Überwiegend einzelgängerisch, zeigt jedoch komplexes Paarungsverhalten als Zwitter und kann einfache Lernvorgänge assoziieren.

🍽️

Ernährung

Allesfresser: Ernährt sich von Algenaufwuchs, Wasserpflanzen, Detritus, Aas und gelegentlich kleinen Wirbellosen wie Insektenlarven.

🎯

Jagdstrategie

Weidend: Raspelt mit der Radula (Reibezunge) Nahrung von Oberflächen ab.

🥚

Laichsubstrat

Gallertartige Eischnüre werden an Wasserpflanzen, Steinen oder Aquarienscheiben angeheftet.

❄️

Überwinterung

Überwinterung im Sediment oder tiefen Wasserbereichen, wobei der Stoffwechsel stark reduziert wird.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Destruent im Ökosystem; dient als Zwischenwirt für Saugwürmer (Trematoden) und als Nahrungsquelle für Räuber.

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Natürliche Feinde

Fische (z.B. Schleie, Karpfen), Wasservögel, Enten, Bisamratten, räuberische Insektenlarven und Egel.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere große Süßwasserschnecken wie die Posthornschnecke (Planorbarius corneus).

🌟

Ökosystemleistung

Regulierung des Algenwachstums und Abbau von organischem Material (Biomasse-Recycling).

⚠️

Bedrohungen

Eutrophierung, Zerstörung von Ufervegetation, Einsatz von Molluskiziden und Austrocknung von Kleingewässern.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Schlammschnecken (Lymnaeidae)

Erkennungsmerkmale

Größte einheimische Süßwasserschnecke; Gehäusemündung ist meist höher als das Gewinde; charakteristische dreieckige Fühler (Unterschied zu Physidae mit fadenförmigen Fühlern); Gehäuse rechtsgewunden.

Fortpflanzung

Zwitter (hermaphroditisch) mit wechselseitiger Befruchtung; Eiablage in gallertartigen, bis zu 6 cm langen Schnüren an Wasserpflanzen oder Steinen.

Wikipedia →