Säge-Hüpferling
Eucyclops serrulatus
Der Säge-Hüpferling ist ein kleiner Ruderfußkrebs, der in einer Vielzahl von Süßwasserhabitaten von Pfützen bis hin zu großen Seen vorkommt. Er ist besonders durch die charakteristische Sägestruktur an den Außenrändern der Furcaläste gekennzeichnet. Als wichtiger Bestandteil des Zooplanktons dient er als essenzielle Nahrungsquelle für viele Fischarten und räuberische Invertebraten.
Details
Erkennungsmerkmale
Reihe feiner Sägezähnchen an den Außenkanten der Furcaläste; 12-gliedrige erste Antennen; zwei seitlich abstehende Eiersäcke beim Weibchen.
Sozialverhalten
Weitgehend einzelgängerisch, tritt jedoch oft in hohen Individuendichten auf; soziale Interaktion beschränkt sich auf die Paarung.
Ernährung
Omnivor; ernährt sich von Phytoplankton (Algen), Detritus, Protozoen und gelegentlich kleinen Rädertierchen.
Jagdstrategie
Kombination aus aktivem Filtrieren von Partikeln und dem Ergreifen kleiner Beuteorganismen.
Laichsubstrat
Kein Substrat erforderlich, da die Eier in Eiersäcken am Körper des Weibchens getragen werden.
Überwinterung
Überwinterung als adultes Tier oder in Form von Dauerstadien (Diapause) im Bodensediment.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Primär- und Sekundärkonsument; transformiert Energie von Algen auf höhere trophische Ebenen (Fische).
Natürliche Feinde
Jungfische, räuberisches Zooplankton, Wasserwanzen, Libellenlarven und Wassermilben.
Konkurrenzarten
Andere Cyclopiden-Arten wie Cyclops vicinus oder verschiedene Daphnien-Arten.
Ökosystemleistung
Trägt zur Wasserreinigung durch den Verzehr von Algen und organischem Detritus bei.
Bedrohungen
Eutrophierung durch Düngemitteleintrag, Pestizidbelastung der Gewässer und Zerstörung von Kleingewässern.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Charakteristisch ist die 'Säge' (Serra) an der Außenkante der Furcaläste, bestehend aus einer Reihe feiner Dornen. Die erste Antenne (A1) ist 12-gliedrig und besitzt an den letzten drei Gliedern eine hyaline Membran. Die Furcaläste sind etwa 4- bis 6-mal so lang wie breit.
Fortpflanzung
Geschlechtliche Fortpflanzung; Weibchen tragen zwei eiförmige Eiersäcke, die eng am Urosom anliegen. Die Entwicklung verläuft über Nauplius- und Copepodidstadien.
Rolle im Nahrungsnetz
Wichtiger Sekundärkonsument im Litoral; transformiert Energie aus Detritus und Mikroalgen für höhere trophische Ebenen.
Schutz & Bedrohung
Status nicht auf Standardskala
Hauptbedrohungen
Lebensraumverlust durch Verfüllung von Kleingewässern, massive Pestizideinträge aus der Landwirtschaft und extreme Versauerung.