Zum Inhalt springen
Aquatisches Insekt

Gemeiner Furchenschwimmer

Acilius sulcatus

RL LC🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Der Gemeine Furchenschwimmer ist ein aquatisch lebender Käfer aus der Familie der Dytiscidae, der etwa 16 bis 18 Millimeter lang wird. Er zeichnet sich durch einen flachen, ovalen Körper und eine gelbbraune Färbung mit feinen schwarzen Zeichnungen auf dem Halsschild aus. Ein markantes Merkmal ist der Geschlechtsdimorphismus: Während die Männchen glatte Flügeldecken besitzen, weisen die Weibchen tiefe, behaarte Längsfurchen auf. Die Art ist ein geschickter Schwimmer und besiedelt bevorzugt vegetationsreiche Stillgewässer.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Gelber Halsschildrand mit schwarzer Querbinde; Weibchen mit 4 breiten, behaarten Furchen; Männchen mit erweiterten Tarsen (Saugnäpfen).

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch; zeigt während der Paarung ein komplexes Festhalteverhalten durch die Saugfüße der Männchen.

🍽️

Ernährung

Räuberisch; sowohl Larven als auch Imagines ernähren sich von Insektenlarven, Krebstieren und gelegentlich kleinen Kaulquappen.

🎯

Jagdstrategie

Aktive Jagd im freien Wasser; Beute wird mit den Vorderbeinen gepackt und extraintestinal verdaut.

🥚

Laichsubstrat

Die Eier werden in feuchtes Moos oder Pflanzengewebe knapp oberhalb der Wasserlinie abgelegt.

❄️

Überwinterung

Überwinterung erfolgt meist als Imago im Wasser oder in feuchtem Substrat in Ufernähe.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator in aquatischen Kleingewässern, trägt zur Regulation von Mückenlarven bei.

🦅

Natürliche Feinde

Größere Fische, Wasservögel (z.B. Reiher) und größere räuberische Wasserinsekten.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Schwimmkäfer wie der Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis) oder Arten der Gattung Graphoderus.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Kontrolle von Mückenpopulationen in stehenden Gewässern.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Kleingewässern durch Verfüllung oder Austrocknung; Verschmutzung durch Pestizide.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Schwimmkäfer

Erkennungsmerkmale

Gattungstypisch ist der breite, flache Körperbau. Weibchen besitzen vier tiefe, behaarte Längsfurchen auf jeder Flügeldecke. Männchen haben glatte Flügeldecken und stark verbreiterte Vordertarsen, die mit Saugnäpfen ausgestattet sind. Der Kopf zeigt eine markante V-förmige schwarze Zeichnung.

Rolle im Nahrungsnetz

Bedeutender Prädator in fischfreien Kleingewässern; reguliert Populationen von Mückenlarven und Wasserflöhen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust von Kleingewässern durch Zuschüttung oder Drainage; Eutrophierung durch Düngereintrag; Fischbesatz in zuvor fischfreien Tümpeln.

Bestandstrend

Stabil bis leicht rückläufig in intensiv genutzten Agrarlandschaften, aber insgesamt noch weit verbreitet.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Neuanlage von Kleingewässern; Verzicht auf Fischbesatz in Naturschutzgewässern; Pufferzonen zur Reduzierung von Nährstoffeinträgen.

Wikipedia →