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Ufer-/Sumpfvegetation

Land-Reitgras

Calamagrostis epigejos

RL LC🔬 Zeigerart

Das Land-Reitgras ist ein ausdauerndes, robustes Gras, das durch seine weitreichenden, unterirdischen Ausläufer dichte Bestände bildet. Es besiedelt eine Vielzahl von Standorten, von Kahlschlägen und Waldrändern bis hin zu Binnendünen und Uferzonen. Die Pflanze ist bekannt für ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Nährstoffarmut, profitiert aber stark von Stickstoffeinträgen. In vielen Ökosystemen gilt es als Pionierart, kann aber durch seine Dominanz die natürliche Verjüngung von Wäldern behindern.

Details

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Habitatfunktion

Dient als Deckung für Wildtiere und als Eiablageplatz für Schmetterlinge wie den Braunkolbigen Dickkopffalter.

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Nährstoffaufnahme

Sehr effiziente Aufnahme von Stickstoff und Phosphor aus dem Boden.

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Nahrungsquelle für

Raupenfutterpflanze für verschiedene Falterarten (z.B. Thymelicus lineola, Hipparchia semele).

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Nutzung durch Menschen

Früher zur Dachdeckung und als Stallstreu; heute gelegentlich zur Befestigung von Böschungen oder als Ziergras in naturnahen Gärten.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Pionierart auf gestörten Flächen; trägt zur Bodenfestigung bei; kann durch dichte Filzbildung die Keimung anderer Arten unterdrücken.

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Natürliche Feinde

Weidetiere (nur junge Triebe), verschiedene Insektenlarven.

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Konkurrenzarten

Andere konkurrenzstarke Gräser wie das Land-Segge oder Adlerfarn; verdrängt oft konkurrenzschwache Kräuter.

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Ökosystemleistung

Erosionsschutz an Hängen und Dünen; Kohlenstoffspeicherung im Boden durch Rhizomsystem.

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Bedrohungen

Keine Gefährdung bekannt; die Art breitet sich durch Eutrophierung und Landnutzungsänderungen eher aus.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Süßgräser (Poaceae)

Fortpflanzung

Überwiegend vegetativ durch Rhizomwachstum; generativ durch windbestäubte Samen, die durch Wind und Wasser verbreitet werden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Keine Gefährdung; gilt in vielen Naturschutzgebieten als Problemart, da sie durch invasive Ausbreitung die Biodiversität senkt.

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