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Zooplankton

Glaskrebs

Leptodora kindtii

RL LC🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Leptodora kindtii ist der größte einheimische Wasserfloh und bewohnt das Pelagial großer, fischreicher Seen. Sein Körper ist nahezu vollständig transparent, was ihn für Fressfeinde im offenen Wasser fast unsichtbar macht. Er ernährt sich räuberisch von anderem Zooplankton, das er mit einem speziellen Fangkorb aus Gliedmaßen ergreift.

Details

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Erkennungsmerkmale

Völlige Transparenz (außer dem schwarzen Komplexauge), langer stabförmiger Körper, sechs Paare von Fangbeinen, gegabelte Schwimmantennen.

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Sozialverhalten

Lebt solitär im Pelagial, kann aber bei günstigen Bedingungen in hohen Dichten auftreten.

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Ernährung

Räuberisch; ernährt sich von kleineren Zooplanktern wie Daphnien, Bosminen, Copepoden und Rädertierchen.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger und aktives Greifen; nutzt den Fangkorb, um Beute beim Kontakt schnell zu umschließen.

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Laichsubstrat

Pelagial (Eier werden in einem Brutraum getragen, Dauereier sinken zu Boden).

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Überwinterung

Überwinterung erfolgt im Eistadium als Dauereier (Ephippien) am Gewässergrund.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Sekundärkonsument und Spitzenprädiator innerhalb der Zooplankton-Gemeinschaft; bedeutende Beute für pelagische Fische.

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Natürliche Feinde

Planktivore Fische wie Coregonen (Renken), Ukeleie und Barsche; auch räuberische Insektenlarven.

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Konkurrenzarten

Andere räuberische Zooplankter wie Bythotrephes longimanus.

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Ökosystemleistung

Regulation der Zooplankton-Populationsdichte; Teil des Energieflusses zu höheren trophischen Ebenen (Fischerei).

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Bedrohungen

Klimawandel (Erwärmung der Seen), invasive Arten und starke Eutrophierung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Leptodoridae

Erkennungsmerkmale

Größte einheimische Cladoceren-Art; besitzt ein einziges, großes, kugeliges Komplexauge am Kopfende; die zweiten Antennen sind als große Ruderorgane ausgebildet; sechs Paare von Greifbeinen.

Fortpflanzung

Zyklische Parthenogenese (Heterogonie); ungeschlechtliche Vermehrung im Sommer, sexuelle Fortpflanzung im Herbst zur Produktion von Dauereiern.

Wikipedia →