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Reptil

Rotwangen-Schmuckschildkröte

Trachemys scripta elegans

RL LC§ Geschützt

Die Rotwangen-Schmuckschildkröte ist eine mittelgroße Süßwasserschildkröte aus der Familie der Neuwelt-Sumpfschildkröten. Sie zeichnet sich durch einen flachen, olivgrünen bis dunkelbraunen Carapax und markante rote Längsstreifen an den Kopfseiten aus. Ursprünglich im Mississippi-Becken beheimatet, hat sie sich durch den Heimtierhandel weltweit als invasive Art verbreitet. Sie ist eine sehr anpassungsfähige Art, die bevorzugt in stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit reichlich Vegetation lebt.

Details

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Erkennungsmerkmale

Rote Schläfenstreifen, gelbe Längsstreifen an Kopf und Gliedmaßen, flacher Rückenpanzer mit dunklen Flecken auf den Randschilden.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, bildet jedoch oft Gruppen an Sonnenplätzen ohne echte soziale Bindung.

🍽️

Ernährung

Jungtiere sind überwiegend carnivor (Insekten, Larven, kleine Fische), erwachsene Tiere fressen zunehmend Wasserpflanzen und Algen.

🎯

Jagdstrategie

Aktives Jagen von Beute im Wasser sowie Abweiden von Vegetation.

🥚

Laichsubstrat

Sonnige, sandige oder lockere Erdböden in Ufernähe.

❄️

Überwinterung

Winterstarre am Gewässergrund oder im Schlamm eingegraben.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Prädator von Wirbellosen und kleinen Wirbeltieren, Konkurrent für einheimische Schildkrötenarten wie die Europäische Sumpfschildkröte.

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Natürliche Feinde

Waschbären, Füchse, größere Vögel (vor allem für Eier und Jungtiere); ausgewachsene Tiere haben kaum Fressfeinde.

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Konkurrenzarten

Emys orbicularis (Europäische Sumpfschildkröte)

🌟

Ökosystemleistung

Gering; trägt zur Kontrolle von Insektenpopulationen bei, wirkt aber oft störend auf lokale Ökosysteme.

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Bedrohungen

In ihrem natürlichen Habitat Habitatverlust; global jedoch eher eine Bedrohung als bedroht.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Neuwelt-Sumpfschildkröten (Emydidae)

Erkennungsmerkmale

Charakteristischer roter Postorbitalstreifen (namensgebend); gelbe Streifen an Kopf und Beinen; Hinterrand des Carapax leicht gesägt; kräftige Krallen (besonders bei Männchen).

Lebensraum

Bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer mit weichem Schlammboden, reicher Unterwasservegetation und zahlreichen Sonnenplätzen. In Europa oft in urbanen Parkteichen, Seen und Altwassern zu finden.

Ernährung

Omnivor; Jungtiere ernähren sich überwiegend karnivor (Insekten, Larven, Kaulquappen, kleine Fische, Krebstiere). Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil pflanzlicher Nahrung (Wasserpflanzen, Algen).

Rolle im Nahrungsnetz

In Europa invasive Art; konkurriert mit der heimischen Emys orbicularis um Sonnenplätze und Nahrung. Prädiert Amphibien und Wirbellose. Eier und Jungtiere werden von Waschbären, Füchsen oder Reihern gefressen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

In Europa keine Gefährdung, sondern selbst eine Bedrohung für die Biodiversität (Invasive Art). Im natürlichen Areal (USA) durch Habitatverlust und Verschmutzung lokal unter Druck.

Bestandstrend

In Europa stabil bis zunehmend durch illegale Aussetzungen, obwohl der Handel seit 1997 (EU-weit) bzw. durch die Unionsliste (2016) stark reglementiert ist.

Schutzmaßnahmen

In der EU als invasive Art von unionsweiter Bedeutung eingestuft (Verordnung (EU) Nr. 1143/2014). Maßnahmen umfassen Handelsverbot, Besitzverbot (mit Ausnahmen für Altbestände) und Entnahme aus der Natur zur Förderung heimischer Arten.

Wikipedia →