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Aquatisches Insekt

Büschelmücke

Chaoborus crystallinus

RL LC🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Die Büschelmücke gehört zur Familie der Chaoboridae und ist vor allem für ihre fast vollkommen transparenten Larven bekannt, die als 'Glasstäbchen' bezeichnet werden. Die erwachsenen Tiere besitzen charakteristische, büschelartige Antennen beim Männchen und stechen nicht. Sie kommen weltweit in stehenden und langsam fließenden Gewässern vor, wo sie eine wichtige Rolle im limnischen Nahrungsnetz spielen.

Details

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Erkennungsmerkmale

Larven sind fast völlig transparent mit zwei Paaren dunkler Luftblasen; Adulte haben behaarte Flügelgeäder und keine Stechrüssel.

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Sozialverhalten

Adulte bilden oft große, tanzende Paarungsschwärme in der Abenddämmerung.

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Ernährung

Larven sind Räuber und fressen Zooplankton wie Daphnien; Adulte nehmen meist nur Flüssigkeiten wie Nektar auf oder fressen gar nicht.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger: Die Larven schweben bewegungslos im Wasser und schnappen mit modifizierten Antennen blitzschnell nach Beute.

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Laichsubstrat

Die Eier werden in gallertartigen Gelegen direkt auf der Wasseroberfläche abgelegt.

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Überwinterung

Überwinterung erfolgt meist als Larve im Bodensediment oder im tieferen Freiwasser.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Konsument von Zooplankton und gleichzeitig bedeutende Nahrungsquelle für viele Fischarten.

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Natürliche Feinde

Fische, räuberische Wasserinsekten (z.B. Rückenschwimmer), Libellenlarven, Vögel.

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Konkurrenzarten

Andere zooplanktivore Organismen wie räuberische Wasserflöhe oder Jungfische.

🌟

Ökosystemleistung

Regulierung der Zooplanktonbestände; Larven werden als hochwertiges Fischfutter in der Aquaristik genutzt.

⚠️

Bedrohungen

Eutrophierung der Gewässer, Pestizideintrag und Versauerung von Seen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Büschelmücken

Erkennungsmerkmale

Männchen besitzen stark gefiederte, büschelartige Antennen. Die Larven zeichnen sich durch zwei Paare nierenförmiger, dunkler Luftbeutel (hydrostatische Organe) im Thorax und im siebten Abdominalsegment aus. Der Kopf der Larve trägt hakenförmige Greifantennen zum Beutefang.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Top-Prädator im pelagischen Nahrungsnetz von fischfreien Gewässern; reguliert Zooplankton-Populationen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust von Kleingewässern durch Entwässerung oder Verfüllung; übermäßiger Fischbesatz in Kleingewässern; Eintrag von Insektiziden aus der Landwirtschaft.

Bestandstrend

Stabil; die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und in geeigneten Habitaten häufig.

Schutzmaßnahmen

Schutz und Renaturierung von Stillgewässern; Förderung fischfreier Tümpel; Reduktion von Nährstoff- und Pestizideinträgen in Gewässerökosysteme.

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