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Pilz

Vierzweigiger Wasserpilz

Lemonniera aquatica

RL NE🔬 Zeigerart

Lemonniera aquatica ist ein spezialisierter aquatischer Pilz aus der Gruppe der Ingoldianischen Hyphomyceten. Er besiedelt vorwiegend herbstliches Falllaub in gut belüfteten, sauberen Fließgewässern. Der Pilz ist bekannt für seine charakteristischen, vierarmigen Sporen (Konidien), die eine optimale Verankerung auf Substraten in strömendem Wasser ermöglichen. Er spielt eine entscheidende Rolle beim Abbau von organischem Material in aquatischen Ökosystemen.

Details

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Erkennungsmerkmale

Mikroskopisch kleine, tetraradiate Konidien mit vier hyalinen Armen (jeder ca. 50-100 µm lang), die von einem zentralen Punkt ausgehen.

🍽️

Ernährung

Saprotroph; ernährt sich durch den Abbau von Zellulose und Lignin aus untergetauchtem Laub (z. B. Erle, Buche, Eiche).

❄️

Überwinterung

Aktiv in kalten Wintermonaten während des Hauptlaubfalls.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Primärzersetzer; wandelt schwer verdauliches Laub in nährstoffreiche Biomasse um, die als Nahrung für Makrozoobenthos dient.

🦅

Natürliche Feinde

Aquatische Wirbellose (Shredder) wie Bachflohkrebse.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere aquatische Hyphomyceten wie Alatospora acuminata.

🌟

Ökosystemleistung

Nährstoffrecycling und Selbstreinigung von Fließgewässern.

⚠️

Bedrohungen

Gewässerverschmutzung, Versauerung, Kanalisierung und Verlust von ufernahen Laubwäldern.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Discinellaceae

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch sind die tetraradiaten (vierarmigen) Konidien, deren Arme (ca. 35–100 µm lang) von einem gemeinsamen Punkt ausgehen. Diese Form ist eine evolutionäre Anpassung an Fließgewässer, um sich an submersen Substraten zu verankern. Die Konidienbildung erfolgt an phialidischen Konidienträgern.

Lebensraum

Kühle, gut durchlüftete und sauerstoffreiche Fließgewässer (Bäche und Flüsse), insbesondere in Gebieten mit angrenzenden Laubwäldern.

Fortpflanzung

Asexuelle Vermehrung durch tetraradiate Konidien, die unter Wasser an phialidischen Konidienträgern gebildet werden.

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