Viereckiger Alona-Wasserfloh
Alona quadrangularis
Alona quadrangularis ist ein weit verbreiteter Wasserfloh, der bevorzugt in der Litoralzone stehender und langsam fließender Gewässer lebt. Sein Körper zeichnet sich durch eine charakteristische, fast rechteckige Form und eine meist gelbliche bis bräunliche Färbung aus. Er hält sich vorwiegend am Gewässergrund oder auf Wasserpflanzen auf, wo er Detritus und Algen abweidet. Die Art spielt eine wichtige Rolle im benthischen Stoffkreislauf und dient als Nahrung für diverse aquatische Prädatoren.
Details
Erkennungsmerkmale
Viereckige Schalenform, feine Längsstreifung auf den Klappen, drei Poren auf dem Kopfschild, Endkralle mit einer Reihe feiner Dornen.
Sozialverhalten
Lebt überwiegend solitär, kann aber bei reichem Nahrungsangebot hohe Populationsdichten am Substrat erreichen.
Ernährung
Ernährt sich primär von organischem Detritus, Bakterien und feinen Algenpartikeln, die vom Substrat aufgenommen werden.
Jagdstrategie
Sammelnder Filtrierer, der mit seinen Gliedmaßen Partikel aus dem Sediment oder vom Aufwuchs bürstet.
Laichsubstrat
Dauereier werden im benthischen Sediment abgelegt.
Überwinterung
Überwinterung erfolgt meist im Eistadium durch Dauereier (Ephippien) im Sediment.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Primärkonsument und Destruent, der organisches Material für höhere Trophiestufen verfügbar macht.
Natürliche Feinde
Jungfische, räuberische Insektenlarven (z. B. Libellenlarven) und größere benthische Wirbellose.
Konkurrenzarten
Andere Chydoriden-Arten wie Alona affinis oder Chydorus sphaericus.
Ökosystemleistung
Trägt zur Reduktion der organischen Belastung und zur Wasserklärung im Litoral bei.
Bedrohungen
Zerstörung von Uferhabitaten, übermäßiger Pestizideintrag und extreme Versauerung von Gewässern.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Charakteristisch ist das breite, fast rechteckige Postabdomen mit 14-18 kräftigen Marginalzähnen und seitlichen Borstenbündeln. Das Kopfschild weist drei miteinander verbundene Poren auf. Die Schale zeigt oft eine feine Längsstreifung oder Retikulierung. Die Endkrallen besitzen einen kräftigen Basaldorn.
Fortpflanzung
Zyklische Parthenogenese; während der günstigen Jahreszeit ungeschlechtliche Vermehrung, bei Stress (Herbst, Austrocknung) Bildung von Männchen und Dauereiern in Ephippien.
Rolle im Nahrungsnetz
Wichtiger Primärkonsument und Destruent im benthischen Nahrungsnetz; wandelt benthische Primärproduktion und Detritus in Biomasse um, die für höhere Trophiestufen verfügbar ist.
Schutz & Bedrohung
Status nicht auf Standardskala
Hauptbedrohungen
Zerstörung von Uferhabitaten durch Verbauung, übermäßige Sedimentation durch Eutrophierung (Sauerstoffmangel am Grund) und Eintrag von Insektiziden aus der Landwirtschaft.