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Spinnentier

Gemeine Baldachinspinne

Linyphia triangularis

RL LC

Die Gemeine Baldachinspinne ist ein weit verbreiteter Vertreter der Baldachinspinnen in Mitteleuropa. Sie erreicht eine Körperlänge von bis zu 7 mm und zeichnet sich durch eine dunkle, gabelartige Zeichnung auf dem hellen Vorderkörper aus. Ihr charakteristisches Netz besteht aus einer horizontalen Fläche (dem Baldachin) und darüberliegenden Stolperfäden, in denen sich fliegende Insekten verfangen.

Details

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Erkennungsmerkmale

Dunkle Gabelzeichnung auf dem Prosoma, gezacktes dunkles Längsband auf dem Opisthosoma, lange Beine mit Dornen.

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Sozialverhalten

Einzelgängerisch; zur Paarungszeit leben Männchen oft tagelang im Netz des Weibchens und verteidigen dieses gegen Konkurrenten.

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Ernährung

Ernährt sich von kleinen bis mittelgroßen Fluginsekten wie Mücken, Fliegen und Blattläusen.

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Jagdstrategie

Lauerjäger im Deckennetz; Beute prallt gegen Stolperfäden, fällt auf den Baldachin und wird von der Spinne von unten durch das Gespinst gebissen.

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Laichsubstrat

Pflanzenstängel, Unterseite von Blättern oder Rindenspalten für die Kokonablage.

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Überwinterung

Überwinterung erfolgt in der Regel im Eistadium innerhalb von Kokons, die in der Vegetation geschützt abgelegt werden.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Regulator von Insektenpopulationen in Gebüschen und Waldrändern.

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Natürliche Feinde

Insektenfressende Vögel, Schlupfwespen, Raubwanzen und größere Spinnenarten.

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Konkurrenzarten

Andere Arten der Familie Linyphiidae sowie kleinere Radnetzspinnen.

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Ökosystemleistung

Trägt zur biologischen Schädlingskontrolle bei, insbesondere durch den Verzehr von Blattläusen.

⚠️

Bedrohungen

Einsatz von Breitbandinsektiziden in der Landwirtschaft und Verlust von Heckenstrukturen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Baldachinspinnen

Erkennungsmerkmale

Charakteristische 'Stimmgabelzeichnung' auf dem Vorderkörper (Prosoma). Die Männchen besitzen auffällig verlängerte und divergierende Cheliceren (Giftkiefer), die bei der Paarung eine Rolle spielen. Die Beine sind lang und mit feinen Stacheln besetzt.

Lebensraum

Sehr euryök; besiedelt Waldränder, Hecken, Gebüsche, Gärten und Hochstaudenfluren. Bevorzugt die Kraut- und Strauchschicht bis in ca. 2 Meter Höhe.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Prädator von Kleininsekten in der Strauchschicht; dient selbst als Nahrung für Singvögel, Schlupfwespen und größere Webspinnen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Aktuell nicht gefährdet; potenzielle lokale Bedrohung durch intensive Heckenpflege oder großflächigen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft.

Bestandstrend

Stabil; eine der häufigsten Baldachinspinnen in Mitteleuropa.

Wikipedia →