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Spinnentier

Rindenspringspinne

Marpissa muscosa

RL LC

Die Rindenspringspinne ist eine markante, flach gebaute Springspinne mit einer graubraunen Tarnfärbung. Sie erreicht für Springspinnen beachtliche Körperlängen und bevorzugt sonnenexponierte Baumstämme oder Holzzäune. Die Art ist bekannt für ihre exzellente Sehkraft und ihr aktives Jagdverhalten am Tag.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Große vordere Mittelaugen, flacher Körper, graubraune Behaarung mit dunklen Winkelflecken auf dem Hinterleib.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, zeigt jedoch im Winter eine gewisse Toleranz gegenüber Artgenossen in gemeinsamen Überwinterungsquartieren unter Rinde.

🍽️

Ernährung

Insekten aller Art, die oft größer als die Spinne selbst sein können, sowie andere Spinnen.

🎯

Jagdstrategie

Aktive Sichtjagd; die Beute wird angeschlichen und mit einem präzisen Sprung überwältigt, oft gesichert durch einen Haltefaden.

🥚

Laichsubstrat

Unter loser Rinde, in Mauerritzen oder unter Totholz.

❄️

Überwinterung

Überwinterung als adultes Tier oder Subadultus in festen Gespinstsäcken unter loser Rinde.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator von Kleininsekten in baumbestandenem Habitat und an Holzstrukturen.

🦅

Natürliche Feinde

Vögel, Wegwespen (Pompilidae), größere Raubspinnen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere rindenbewohnende Spinnen wie die Spaltenkreuzspinne (Nuctenea umbratica).

🌟

Ökosystemleistung

Natürliche Schädlingskontrolle durch Prädation von Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Altholzbeständen, Entfernung loser Rinde in Forstbeständen und Sanierung alter Holzzäune.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Springspinnen

Erkennungsmerkmale

Größte heimische Springspinnenart (Gattung Marpissa). Der Körper ist deutlich abgeflacht. Charakteristisch ist das dunkle, oft unterbrochene 'W'-Muster auf dem Opisthosoma. Die Frontalaugen sind sehr groß und leistungsfähig.

Lebensraum

Bevorzugt sonnenexponierte Stämme alter Bäume (Kiefer, Eiche), Totholz, Holzzäune und gelegentlich an sonnigen Hauswänden in Waldnähe.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Prädator im Ökosystem Baumrinde; reguliert Insektenpopulationen und dient selbst als Nahrung für Vögel und spezialisierte Wegwespen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Intensive Forstwirtschaft (Entfernung von Altholz und Totholz), Verlust von strukturreichen Waldrändern und die Versiegelung von naturnahen Flächen.

Bestandstrend

Stabil; die Art gilt in Deutschland und weiten Teilen Mitteleuropas als weit verbreitet und nicht gefährdet (Rote Liste Deutschland: Ungefährdet).

Wikipedia →