Gewöhnliche Maskenbiene
Hylaeus communis
Die Gewöhnliche Maskenbiene ist eine kleine, weitgehend unbehaarte Wildbiene aus der Familie der Colletidae. Sie zeichnet sich durch einen schwarzen, glänzenden Körper und markante gelbe Flecken im Gesicht aus, die bei Männchen eine fast vollständige Maske bilden. Diese Art ist sehr anpassungsfähig und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen vom Waldrand bis in den urbanen Raum.

Details
Erkennungsmerkmale
Körper schwarz und fast kahl; weiße bis gelbe Zeichnung im Gesicht; Weibchen mit zwei gelben Längsflecken; Männchen mit fast vollständig gelbem Gesicht; keine Sammelhaare an den Beinen (Pollen wird im Kropf transportiert).
Sozialverhalten
Solitärlebende Art; jedes Weibchen baut und versorgt sein eigenes Nest ohne die Hilfe von Artgenossen.
Ernährung
Polylektisch; sammelt Pollen und Nektar von einer Vielzahl von Pflanzenfamilien (über 15 Familien bekannt), insbesondere Resedagewächse, Korbblütler und Rosengewächse.
Laichsubstrat
Vorhandene Hohlräume wie Käferfraßgänge in Totholz, markhaltige Stängel (z. B. Brombeere) oder Mauerritzen.
Überwinterung
Überwinterung als Ruhelarve (Präpuppe) im schützenden Nest.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Bestäuber für eine Vielzahl von Wild- und Nutzpflanzen in verschiedenen Ökosystemen.
Natürliche Feinde
Kuckucksbienen (z. B. Gasteruption-Arten), Schlupfwespen, Vögel, Spinnen.
Konkurrenzarten
Andere Hylaeus-Arten oder kleine solitäre Bienen mit ähnlichen Nist- und Nahrungsansprüchen.
Ökosystemleistung
Bestäubungsleistung in Gärten, Parks und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Bedrohungen
Verlust von Nistmöglichkeiten durch zu intensive Pflege von Gärten und Landschaften (Entfernung von Totholz und Stängeln).
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Fehlen von äußeren Pollensammelstrukturen (Pollen wird im Kropf transportiert); kurze, am Ende verbreiterte und zweilappige Zunge (typisch für Colletidae); glänzender, punktierter Hinterleib; charakteristische Gesichtszeichnung der Gattung Hylaeus.
Lebensraum
Äußerst euryök; besiedelt verschiedenste Lebensräume wie Waldränder, Hecken, Gärten, Parks, Weinberge und Ruderalstellen im Siedlungsbereich.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Derzeit nicht gefährdet; potenzielle lokale Beeinträchtigung durch den Verlust von Nistmöglichkeiten (z. B. durch zu intensiven Rückschnitt von Hecken und Entfernung von Totholz).
Bestandstrend
Stabil; eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Maskenbienen-Arten in Mitteleuropa.
Schutzmaßnahmen
Erhalt von Saumstrukturen und Totholz; Förderung von heimischen Blühpflanzen in Gärten; Bereitstellung von Nisthilfen (Bohrungen 2-4 mm).