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Makrozoobenthos

Wasserassel

Asellus aquaticus

RL LC🔬 Zeigerart

Die Wasserassel ist ein weit verbreiteter Süßwasserkrebs, der zur Ordnung der Asseln gehört. Sie besitzt einen dorsoventral abgeflachten Körper mit sieben Beinpaaren und zwei langen Antennenpaaren. Man findet sie häufig in stehenden oder langsam fließenden Gewässern, wo sie sich auf dem Grund zwischen Falllaub und Detritus aufhält. Sie ist extrem anpassungsfähig gegenüber niedrigen Sauerstoffgehalten und organischer Belastung.

Details

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Erkennungsmerkmale

Abgeflachter Körper, grau-braun gefärbt mit hellen Flecken, zwei lange Antennenpaare, sieben Laufbeinpaare, zwei gegabelte Uropoden am Körperende.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, tritt jedoch oft in sehr hohen Individuendichten auf; zeigt ausgeprägtes Paarungsvorspiel durch das Männchen.

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Ernährung

Allesfresser und Detritusfresser; ernährt sich hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzenteilen, Falllaub, Pilzen und Bakterienfilmen.

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Jagdstrategie

Sammelnd und weidend; sucht den Gewässergrund nach organischem Material ab.

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Laichsubstrat

Eier werden in einem Brutbeutel (Marsupium) an der Unterseite des Weibchens getragen.

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Überwinterung

Überwintert aktiv am Gewässergrund, oft eingegraben im Schlamm oder unter organischem Material.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Destruent; beschleunigt den Abbau organischer Substanz und dient als wichtige Nahrungsquelle für Fische und Amphibien.

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Natürliche Feinde

Fische (z.B. Forellen, Barsche), Libellenlarven, Gelbrandkäfer, Molche, Wasserspitzmäuse.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Detritusfresser wie Gammarus-Arten (Bachflohkrebse), insbesondere bei besserer Wasserqualität.

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Ökosystemleistung

Unterstützung der Selbstreinigung von Gewässern durch den Abbau von Falllaub und organischen Resten.

⚠️

Bedrohungen

Extreme chemische Toxizität (z.B. Insektizide), Verlust von Ufervegetation und Falllaubeintrag.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Asellidae (Wasserasseln)

Erkennungsmerkmale

Das Pleotelson (verschmolzene Hinterleibssegmente) ist schildartig vergrößert und breiter als lang. Die Uropoden am Körperende sind deutlich zweiästig und ragen nach hinten heraus. Im Gegensatz zu Flohkrebsen (Gammarus) schwimmen Wasserasseln nicht auf der Seite, sondern bewegen sich kriechend aufrecht fort. Männchen besitzen modifizierte erste und zweite Pleopoden zur Begattung.

Ernährung

Primär totes pflanzliches Material (Falllaub) und die darauf siedelnden Pilzhyphen und Bakterienfilme; ergänzend Algenaufwuchs (Periphyton) und gelegentlich Aas.

Fortpflanzung

Sexuelle Fortpflanzung mit ausgeprägter Praekopula (Männchen trägt Weibchen mehrere Tage). Das Weibchen legt die Eier in ein ventrales Marsupium (Brutbeutel), wo die Entwicklung direkt (ohne Larvenstadium) erfolgt. Die Jungtiere verlassen das Marsupium als fertige kleine Asseln.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Destruent; wandelt Grobdetritus (CPOM) in Feindetritus (FPOM) um und macht Energie für höhere trophische Ebenen verfügbar. Schlüsselart im Nährstoffkreislauf von Waldgewässern.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Keine unmittelbare Gefährdung; die Art ist sehr anpassungsfähig und profitiert oft von anthropogener Eutrophierung und moderater Erwärmung.

Schutzmaßnahmen

Keine spezifischen Schutzmaßnahmen erforderlich; die Art ist weit verbreitet und in hohen Abundanzen vorhanden.

Wikipedia →