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Zooplankton

Haken-Wasserfloh

Cercopagis pengoi

RL NE🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Der Haken-Wasserfloh (Cercopagis pengoi) ist ein räuberisches Krustentier aus der Ordnung der Krallenschwänze. Er ist bekannt für seinen extrem langen, hakenförmigen Schwanzstachel, der ein Mehrfaches seiner Körperlänge ausmachen kann. Ursprünglich im Kaspischen und Schwarzen Meer beheimatet, hat er sich als invasive Art in der Ostsee und den nordamerikanischen Großen Seen etabliert. Dort konkurriert er massiv mit Fischlarven um Nahrung und beeinträchtigt durch Massenvermehrung die Fischerei.

Details

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Erkennungsmerkmale

Extrem langer Schwanzstachel mit einer S-förmigen Krümmung am Ende und drei Paaren von Dornen an der Basis.

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Sozialverhalten

Tritt oft in extrem hohen Dichten auf, was zur Bildung von Klumpen oder 'Zöpfen' führt.

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Ernährung

Räuberisch; ernährt sich von kleineren Zooplanktern wie Copepoden und Rädertierchen.

🎯

Jagdstrategie

Nutzt spezialisierte Greifbeine zum Fangen und Festhalten der Beute.

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Laichsubstrat

Dauereier sinken auf den Gewässergrund in das Sediment.

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Überwinterung

Produktion von resistenten Dauereiern, die im Sediment überwintern.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Verändert die Zusammensetzung des Zooplanktons und dient als Nahrung für planktivore Fische, stört jedoch das Wachstum von Fischlarven.

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Natürliche Feinde

Planktivore Fische wie Heringe, Sprotten und Barsche.

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Konkurrenzarten

Andere räuberische Wasserflöhe wie Leptodora kindtii und planktivore Jungfische.

⚠️

Bedrohungen

Keine; die Art profitiert von der Erwärmung der Gewässer und globalen Handelswegen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Cercopagididae

Erkennungsmerkmale

Charakteristischer S-förmiger Haken am Ende des sehr langen Schwanzstachels (Stachel bis zu 10 mm lang); ein auffällig großes, tiefschwarzes Komplexauge, das den Kopf dominiert; drei Paare spezialisierter Greifbeine (Thorakopoden).

Fortpflanzung

Zyklische Parthenogenese; unter günstigen Bedingungen (Sommer) erfolgt eine schnelle ungeschlechtliche Vermehrung; bei Stress oder im Herbst erfolgt sexuelle Fortpflanzung.

Rolle im Nahrungsnetz

Invasiver Prädator; übt eine starke Top-down-Kontrolle auf das heimische Zooplankton aus und konkurriert direkt mit Fischlarven um Nahrungsressourcen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Keine bekannt; die Art ist selbst eine invasive Bedrohung für die Biodiversität und die Fischerei (Verstopfen von Netzen durch die Hakenstachel).

Wikipedia →