Gartenhummel
Bombus hortorum
Die Gartenhummel ist eine weit verbreitete europäische Hummelart, die für ihren extrem langen Rüssel bekannt ist. Sie erreicht Körperlängen von bis zu 24 mm bei Königinnen und bevorzugt Blüten mit tiefen Kelchen. Ihr Farbmuster besteht aus drei gelben Streifen und einem rein weißen Hinterleibsende.

Details
Erkennungsmerkmale
Drei gelbe Bänder (zwei auf dem Thorax, eines auf dem Abdomen), weißes Hinterleibsende, sehr langer Kopf.
Sozialverhalten
Eusozial; bildet einjährige Völker mit etwa 50 bis 120 Individuen.
Ernährung
Nektar und Pollen, spezialisiert auf langkelchige Blüten wie Rotklee, Eisenhut, Taubnesseln und Fingerhut.
Überwinterung
Nur die begatteten Jungköniginnen überwintern unter der Erde in selbst gegrabenen Höhlen.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Bestäuber für Pflanzenarten, die aufgrund ihrer Morphologie für andere Insekten nicht zugänglich sind.
Natürliche Feinde
Vögel (z.B. Neuntöter), Spinnen, Raubfliegen und die Kuckuckshummel Bombus barbutellus.
Konkurrenzarten
Andere langrüsselige Hummelarten wie die Ackerhummel (Bombus pascuorum).
Ökosystemleistung
Bestäubung von Wildpflanzen und landwirtschaftlichen Kulturen, insbesondere Kleearten.
Bedrohungen
Verlust von Lebensräumen, Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und Rückgang von spätblühenden Pflanzen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Auffällig langgestreckter Kopf ('Pferdekopf'), extrem langer Rüssel (bis 21 mm), drei gelbe Binden unterscheiden sie von der Erdhummel-Gruppe.