Gestreifter Hüpferling
Cyclops strenuus
Der Gestreifte Hüpferling ist ein kleiner Ruderfußkrebs, der in einer Vielzahl von Binnengewässern wie Teichen, Seen und Gräben vorkommt. Er zeichnet sich durch einen birnenförmigen Körper, ein einzelnes Medianauge und lange erste Antennen aus, die zur ruckartigen Fortbewegung dienen. Die Art ist ein wesentlicher Bestandteil des Zooplanktons und spielt eine zentrale Rolle im aquatischen Nahrungsnetz. Weibchen tragen charakteristische paarige Eisäcke am Hinterleib.

Details
Erkennungsmerkmale
Ein einzelnes rotes Naupliusauge, 17-gliedrige erste Antennen, birnenförmiger Cephalothorax, gegabelte Furka am Körperende.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch, bildet jedoch oft dichte Aggregationen in planktischen Schwärmen.
Ernährung
Omnivor; ernährt sich von Phytoplankton, Detritus, Protozoen und gelegentlich kleinen Metazoen wie Rädertierchen.
Jagdstrategie
Nutzt Sinneshaare zur Detektion von Wasserbewegungen und ergreift Beute aktiv mit den Mundwerkzeugen.
Überwinterung
Überwintert oft in einem Diapause-Stadium (Copepodid) im Sediment oder bleibt in eisfreien Gewässern aktiv.
Ökologie
Ökologische Rolle
Zentrales Bindeglied im Nahrungsnetz zwischen Primärproduzenten und Konsumenten höherer Ordnung wie Fischen.
Natürliche Feinde
Jungfische, räuberisches Zooplankton, Libellenlarven und Wasserwanzen.
Konkurrenzarten
Andere Copepoden-Arten und Cladoceren (Wasserflöhe) mit ähnlichem Nahrungsspektrum.
Ökosystemleistung
Trägt zur Regulation der Phytoplanktonbestände und zum Nährstoffrecycling im Wasserkörper bei.
Bedrohungen
Eutrophierung, Schadstoffeinträge und invasive Arten, die das Nahrungsgefüge verändern.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Erstes Antennenpaar (A1) besteht aus 17 Gliedern und reicht bis zum Hinterrand des zweiten Thoraxsegments. Die Furkaläste sind langgestreckt (ca. 4-6 mal so lang wie breit). Das 5. Beinpaar (P5) weist eine charakteristische zweigliedrige Struktur auf, wobei das Endglied einen terminalen Dorn und eine Borste trägt. Weibchen tragen zwei seitliche Eiersäcke.
Fortpflanzung
Ausschließlich geschlechtliche Fortpflanzung. Nach der Paarung tragen die Weibchen zwei Eiersäcke am Abdomen, aus denen Nauplius-Larven schlüpfen.
Rolle im Nahrungsnetz
Intermediärer Konsument; verbindet die Primärproduktion (via Algenverzehr) und die Ebene der Primärkonsumenten (Rotatorien) mit höheren trophischen Ebenen (Fische).
Schutz & Bedrohung
Status nicht auf Standardskala
Hauptbedrohungen
Allgemeine Gefährdung durch massive Überdüngung (Hypertrophierung), toxische Schadstoffeinträge und invasive Arten, die das Nahrungsnetz verändern; global jedoch nicht gefährdet.