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Bodeninsekt

Roesels Beißschrecke

Roeseliana roeselii

RL LC🔬 Zeigerart

Roesels Beißschrecke ist eine weit verbreitete Laubheuschrecke, die sich durch einen markanten hellen Saum an den Seitenlappen des Halsschildes auszeichnet. Sie besiedelt vielfältige Offenlandhabitate von Feuchtwiesen bis hin zu trockenen Brachen. Die Färbung variiert zwischen braun und grün, wobei meist drei helle Punkte an den Seiten des Hinterleibs sichtbar sind. Die Art ist bekannt für ihren langanhaltenden, schwirrenden Gesang, der an einen elektrischen Weidezaun erinnert.

Details

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Erkennungsmerkmale

Heller, gelblich-weißer Rand am Halsschild; drei helle Punkte auf der Hinterleibsseite; meist kurzflügelig (außer f. macroptera); grün-braune Grundfärbung.

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Sozialverhalten

Einzelgängerisch; Männchen sind territorial und markieren ihr Revier durch ausdauernden Gesang am Tag und bis in die Dämmerung.

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Ernährung

Omnivor; die Nahrung besteht hauptsächlich aus Gräsern und Kräutern, wird aber regelmäßig durch kleine Insekten wie Blattläuse ergänzt.

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Jagdstrategie

Gelegenheitsjäger; sucht aktiv Vegetation nach kleinen Insekten ab oder fängt diese bei Begegnung.

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Laichsubstrat

Pflanzenstängel von Gräsern, Binsen oder markhaltigen Stauden.

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Überwinterung

Überwinterung im Eistadium; die Eier werden in Pflanzenstängel abgelegt und benötigen oft zwei Winter bis zum Schlupf.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Konsument in Grasland-Ökosystemen und bedeutende Beutequelle für insektenfressende Vögel und Spinnen.

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Natürliche Feinde

Vögel (z. B. Neuntöter), Webspinnen, Laufkäfer, kleine Säugetiere.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Laubheuschrecken wie die Kurzflügelige Beißschrecke.

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Ökosystemleistung

Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr von Blattläusen.

⚠️

Bedrohungen

Intensive Landwirtschaft, zu häufige Mahd ganzer Flächen, Einsatz von Insektiziden.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Laubheuschrecken

Erkennungsmerkmale

Wichtigstes Merkmal ist der fast vollständig hell umrandete Halsschild-Seitenlappen. Die Flügel sind bei der Normalform kurz (brachypter) und erreichen beim Weibchen kaum die Hinterleibsmitte. Die Cerci der Männchen tragen in der Mitte einen deutlichen Zahn. Die Legeröhre (Ovipositor) des Weibchens ist leicht aufwärts gebogen und 7-8 mm lang.

Lebensraum

Bevorzugt mäßig feuchtes bis feuchtes, extensiv genutztes Grünland, Brachen, Wegränder und Hochstaudenfluren. Besiedelt auch Getreidefelder und trockenere Wiesen, sofern die Vegetationsstruktur dicht genug ist.

Ernährung

Omnivor; die Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern (Samen, Blüten) sowie kleinen Insekten wie Blattläusen oder anderen kleinen Larven.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Primär- und Sekundärkonsument; dient als bedeutende Proteinquelle für insektenfressende Vögel (z. B. Neuntöter) und Spinnen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft (häufige Mahd, Gülleausbringung), Verlust von Saumstrukturen durch Flurbereinigung, Entwässerung von Feuchtwiesen.

Bestandstrend

Stabil bis zunehmend; die Art breitet sich aufgrund des Klimawandels und der Zunahme von Brachen in Nordeuropa und in höheren Lagen aus.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Förderung von Altgrasstreifen (Staffelmahd), Reduktion der Mahdfrequenz auf maximal zwei Schnitte pro Jahr, Schutz von Feuchtwiesen.

Wikipedia →