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Reptil

Zauneidechse

Lacerta agilis

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Die Zauneidechse ist eine gedrungene Eidechse, die eine Gesamtlänge von bis zu 25 cm erreicht. Ein markantes Merkmal ist der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus, bei dem die Männchen zur Paarungszeit leuchtend grüne Flanken aufweisen. Sie besiedelt bevorzugt sonnenexponierte, strukturreiche Lebensräume wie Magerrasen, Heideflächen und Bahndämme mit offenen Bodenstellen. Als wechselwarmes Tier nutzt sie gezielt Sonnenplätze zur Thermoregulation und verbringt den Winter in einer Kältestarre in frostsicheren Quartieren.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Kräftiger Körperbau, kurzer Kopf, braunes Rückenband mit hellen Fleckenketten, grüne Flanken bei Männchen.

🐠

Sozialverhalten

Überwiegend einzelgängerisch; Männchen verteidigen Territorien und Weibchen während der Paarungszeit aggressiv.

🍽️

Ernährung

Ernährt sich von Insekten wie Heuschrecken und Käfern sowie von Spinnen, Asseln und gelegentlich Jungtieren.

🎯

Jagdstrategie

Kombination aus aktiver Nahrungssuche und Lauerjagd auf dem Boden.

🥚

Laichsubstrat

Sonnige, lockere Sandböden für die Eiablage.

❄️

Überwinterung

Winterstarre von Oktober bis März in frostsicheren Erdlöchern, unter Wurzeln oder in Steinhaufen.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiges Bindeglied im Nahrungsnetz als Konsument von Wirbellosen und Beute für Greifvögel und Schlangen.

🦅

Natürliche Feinde

Turmfalke, Mäusebussard, Neuntöter, Schlingnatter, Marder und Hauskatzen.

⚔️

Konkurrenzarten

Waldeidechse (in Übergangszonen), Mauereidechse (bei Habitatüberlappung).

🌟

Ökosystemleistung

Natürliche Schädlingskontrolle durch den Verzehr von Insekten.

⚠️

Bedrohungen

Zerstörung von Grenzlinienelementen, Intensivierung der Landwirtschaft und Aufforstung von Offenland.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Echte Eidechsen

Erkennungsmerkmale

Kräftiger Körperbau mit kurzem Kopf und stumpfer Schnauze. Weiße Mittellinie auf dem Rücken oft unterbrochen. Deutliche Ocellenzeichnung an den Flanken. Gattung Lacerta.

Lebensraum

Strukturreiche, sonnenexponierte Übergangshabitate: Heideflächen, Mager- und Trockenrasen, Bahndämme, Waldränder, Steinbrüche und Weinberge mit offenen Bodenstellen.

Ernährung

Insekten (Käfer, Heuschrecken, Zikaden), Spinnen, Asseln, Regenwürmer und gelegentlich eigene Jungtiere (Kannibalismus).

Rolle im Nahrungsnetz

Sekundärkonsument; reguliert Insektenpopulationen und dient als wichtige Beute für Greifvögel und Schlangen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX
FFH-Anhang
IV

Hauptbedrohungen

Habitatverlust durch Flächenversiegelung, intensive Landwirtschaft (Pestizideinsatz), Verbuschung von Offenland und Zerschneidung der Lebensräume.

Bestandstrend

Global stabil (LC), in Deutschland jedoch auf der Roten Liste als 'Gefährdet' (Kategorie 3) oder auf der Vorwarnliste eingestuft.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Vernetzung von Saumstrukturen, Anlage von Sandlinsen zur Eiablage, Entkusselung von Heideflächen, extensive Beweidung.

Wikipedia →