Gestreifte Kreisspinne
Mangora acalypha
Die Gestreifte Kreisspinne ist eine kleine Vertreterin der Radnetzspinnen, die vor allem durch ihre markante Hinterleibszeichnung auffällt. Sie bevorzugt sonnige Standorte wie Trockenrasen, Heideflächen und Waldränder, wo sie ihre Netze dicht über dem Boden in der Krautschicht webt. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und zeichnet sich durch ein sehr feinmaschiges, stabiles Radnetz aus.

Details
Erkennungsmerkmale
Drei schwarze Längsstreifen am hinteren Ende des Opisthosomas; vorderer Teil mit pfeil- oder flaschenförmiger dunkler Zeichnung auf hellem Grund; sehr kleines, engmaschiges Radnetz.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; zeigt territoriales Verhalten im Bereich des eigenen Netzes.
Ernährung
Ernährt sich von kleinen fliegenden Insekten wie Mücken, Blattläusen und kleinen Fliegen, die im Netz gefangen werden.
Jagdstrategie
Passiver Netzbaujäger; wartet in der Mitte des Netzes oder in einem Versteck auf Erschütterungen durch Beutetiere.
Laichsubstrat
Eikokons werden an Pflanzenstängeln oder in der Vegetation befestigt.
Überwinterung
Überwinterung erfolgt meist im Eistadium innerhalb eines Kokons oder als Jungspinne in der Bodenstreu.
Ökologie
Ökologische Rolle
Bedeutender Prädator kleiner Insekten in der Krautschicht von Offenlandhabitaten.
Natürliche Feinde
Vögel, insektenfressende Säugetiere, Schlupfwespen und größere Spinnenarten.
Konkurrenzarten
Andere kleine Radnetzspinnen der Familien Araneidae und Tetragnathidae.
Ökosystemleistung
Biologische Schädlingskontrolle durch den Verzehr von Blattläusen und anderen kleinen Insekten.
Bedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft, Verlust von strukturreichen Waldrändern und Trockenrasen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Das markante 'Stimmgabel-Muster' am hinteren Ende des Abdomens ist diagnostisch. Ein weiteres Merkmal ist das Radnetz, das mit 50 bis 60 Radien eine außergewöhnlich hohe Dichte aufweist, verglichen mit anderen Araneidae.
Lebensraum
Bevorzugt sonnige, offene Standorte wie Trockenrasen, Heidegebiete, Waldränder, Brachen und extensiv genutzte Wiesen.
Rolle im Nahrungsnetz
Wichtiger Prädator kleiner Insekten in der Krautschicht; dient selbst als Nahrung für Vögel, Raubwanzen und Wegwespen.
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft, häufige Mahd von Wegrändern und der Verlust von strukturreichen Übergangshabitaten.
Bestandstrend
Stabil; die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und in geeigneten Habitaten oft in hohen Dichten anzutreffen.