Silberweide
Salix alba
Die Silberweide ist ein charakteristischer Laubbaum der europäischen Flussauen und Namensgeber der Weichholzaue. Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu 35 Metern und zeichnet sich durch ihre schmalen, silbrig behaarten Blätter aus. Als Pionierbaumart ist sie extrem schnellwüchsig und besitzt eine hohe Regenerationsfähigkeit nach mechanischen Beschädigungen durch Hochwasser.

Details
Sauerstoffproduktion
Hoch durch schnelles Wachstum und große Blattbiomasse.
Habitatfunktion
Nistplatz für Höhlenbrüter, Nahrungsquelle für über 100 Insektenarten, Schutzraum für Fische bei Hochwasser.
Nährstoffaufnahme
Sehr hohe Aufnahme von Stickstoff und Phosphor, wirkt als natürlicher Filter für das Grundwasser.
Nahrungsquelle für
Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlingsraupen (z.B. Abendpfauenauge), Biber.
Nutzung durch Menschen
Korbwarenherstellung, Fasergewinnung, Medizinnutzung (Salicinsäure aus der Rinde), Kurzumtriebsplantagen zur Energiegewinnung.
Ökologie
Ökologische Rolle
Dominante Art der Weichholzaue; stabilisiert Uferbereiche und bietet Lebensraum für spezialisierte Insekten und Vögel.
Natürliche Feinde
Weidenblattkäfer, verschiedene Bockkäferarten, holzzersetzende Pilze wie der Schwefelporling.
Konkurrenzarten
Andere Weidenarten (Salix spp.), Schwarz-Pappel (Populus nigra), im späteren Stadium Arten der Hartholzaue.
Ökosystemleistung
Hochwasserschutz durch Wellenbrechung, Uferstabilisierung, Kohlenstoffspeicherung und wichtige Bienenweide im Frühjahr.
Bedrohungen
Verlust von natürlichen Flussdynamiken durch Verbauung, Hybridisierung mit Kulturformen, Grundwasserabsenkung.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Flussregulierung und Deichbau (Verlust der Auendynamik), Hybridisierung mit der Bruchweide (Salix fragilis) zu Salix x rubens, sowie Grundwasserabsenkung.