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Mikroorganismus

Kleine Amöbe

Acanthamoeba spp.

RL NE🔬 Zeigerart

Die Kleine Amöbe ist ein einzelliger Mikroorganismus, der sich durch die Ausbildung von Pseudopodien (Scheinfüßchen) fortbewegt. Sie gehört zu den nackten Amöben und besitzt keine feste Zellhülle, was ihr eine ständige Formveränderung ermöglicht. Sie kommt weltweit in feuchten Böden, Süßwasser und teilweise in marinen Habitaten vor. Als wichtiger Bestandteil des mikrobiellen Netzwerks reguliert sie Bakterienpopulationen durch Phagozytose.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Mikroskopische Größe, langsame kriechende Bewegung, Bildung von Pseudopodien, sichtbare kontraktile Vakuole unter dem Mikroskop.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, bildet jedoch bei Nahrungsmangel oder Trockenheit Dauerstadien (Zysten).

🍽️

Ernährung

Ernährt sich primär von Bakterien, Algen und organischem Detritus durch Phagozytose.

🎯

Jagdstrategie

Umschließen der Nahrungspartikel mit Pseudopodien zur Bildung von Nahrungsvakuolen.

❄️

Überwinterung

Bildung von resistenten Zysten zur Überdauerung ungünstiger Umweltbedingungen.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Konsument in der mikrobiellen Nahrungskette und Förderer des Nährstoffrecyclings in Böden und Gewässern.

🦅

Natürliche Feinde

Größere Protozoen (z.B. Wimpertierchen), Rädertierchen und kleine Nematoden.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere bakterivore Einzeller wie Wimpertierchen und Flagellaten.

🌟

Ökosystemleistung

Reinigung von Wasser durch Bakterienkontrolle und wesentlicher Beitrag zur Bodenfruchtbarkeit.

⚠️

Bedrohungen

Starke chemische Kontamination von Gewässern und extreme Austrocknung von Habitaten.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Acanthamoebidae

Lebensraum

Ubiquitär in Boden, Süßwasser, Brackwasser und marinen Habitaten; häufig in anthropogenen Systemen wie Trinkwasserleitungen, Klimaanlagen und Schwimmbecken.

Fortpflanzung

Asexuelle Vermehrung durch binäre Fission des Trophozoiten; bei Stress erfolgt die Enzystierung zu einer resistenten Dauerform.

Ökologische Rolle

Wichtiger Prädator in mikrobiellen Nahrungsnetzen; reguliert Bakterienpopulationen im Boden und Wasser und fördert so die mikrobielle Diversität.

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