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Säugetier

Nutria

Myocastor coypus

RL LC

Die Nutria ist ein großes, semiaquatisches Nagetier, das ursprünglich aus Südamerika stammt und durch Pelzzuchten weltweit verbreitet wurde. Sie zeichnet sich durch ihre markanten orangefarbenen Nagezähne und einen runden, fast nackten Schwanz aus. In vielen Regionen, einschließlich Europa, gilt sie als invasive Art, da sie durch ihre Wühltätigkeit Uferstrukturen schädigt und die lokale Vegetation stark beeinflussen kann.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Orangefarbene Nagezähne, weißliche Schnauzenpartie mit langen Tasthaaren, runder Schwanz, Schwimmhäute an den Hinterfüßen.

🐠

Sozialverhalten

Lebt in Familienverbänden oder kleinen Kolonien, die meist von einem dominanten Weibchen angeführt werden.

🍽️

Ernährung

Hauptsächlich pflanzlich (Wasserpflanzen, Wurzeln, Blätter, landwirtschaftliche Kulturen), gelegentlich auch tierische Kost wie Muscheln oder Schnecken.

🎯

Jagdstrategie

Keine Jagdstrategie; Weidetier und Sammler.

❄️

Überwinterung

Aktiv; hält keinen Winterschlaf, ist jedoch kälteempfindlich und erleidet bei strengem Frost oft Erfrierungen am Schwanz.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Invasiver Konsument, der durch Fraßdruck die Vegetation verändert und durch Bautätigkeit die Uferstabilität sowie den Hochwasserschutz gefährdet.

🦅

Natürliche Feinde

In der Heimat Alligatoren und Pumas; in Europa Jungtiere durch Füchse, Greifvögel und große Hechte.

⚔️

Konkurrenzarten

Bisamratte, Biber.

🌟

Ökosystemleistung

Gering; in der ursprünglichen Heimat Regulation von Wasserpflanzenbeständen.

⚠️

Bedrohungen

Strenge Winter mit langanhaltendem Frost, Bejagung durch den Menschen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Sumpfbiber (Myocastoridae)

Erkennungsmerkmale

Große, orangefarbene Schneidezähne; runder, fast haarloser Schuppenschwanz; Schwimmhäute an den Hinterfüßen (zwischen den ersten vier Zehen); weiße Barthaare; Zitzen bei Weibchen seitlich am Rücken angeordnet.

Lebensraum

Uferbereiche von stehenden oder langsam fließenden Gewässern, Sümpfe, Seen und Kanäle mit reicher Ufervegetation. Bevorzugt eisfreie Gewässer im Winter.

Wikipedia →