Bruch-Weide
Salix fragilis
Die Bruch-Weide ist ein bis zu 20 Meter hoher, sommergrüner Baum mit einer rissigen Borke und einer ausladenden Krone. Ihre Blätter sind schmal-lanzettlich, bis zu 15 cm lang und am Rand fein gesägt. Ein markantes Merkmal ist die extreme Brüchigkeit der Zweige an ihrer Basis, was der Art ihren Namen gab. Sie wächst bevorzugt an Ufern von Fließgewässern und in feuchten Niederungen.

Details
Habitatfunktion
Wichtiger Strukturgeber in Weichholzauen; Wurzelgeflecht dient Fischen als Unterstand; Nistplatz für Höhlenbrüter.
Nährstoffaufnahme
Hohe Kapazität zur Aufnahme von Stickstoff und Phosphor aus dem ufernahen Grundwasser.
Nahrungsquelle für
Bienen, Schwebfliegen, Raupen von über 100 Schmetterlingsarten (z.B. Abendpfauenauge).
Nutzung durch Menschen
Rinde zur Gewinnung von Salicin (Naturheilmittel); Flechtmaterial (begrenzt); Holz für leichte Konstruktionen und als Brennstoff.
Ökologie
Ökologische Rolle
Pionierbaumart in Auen; stabilisiert Uferböschungen und bietet Lebensraum für spezialisierte Insekten und Vögel.
Natürliche Feinde
Larven des Weidenbohrers (Cossus cossus), Weidenblattkäfer, verschiedene Pilze wie der Weiden-Feuerschwamm.
Konkurrenzarten
Silber-Weide (Salix alba), Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), Hybrid-Weiden.
Ökosystemleistung
Erosionsschutz am Ufer, Filterung von Oberflächenabfluss, Bereitstellung von Frühjahrstracht für Bestäuber.
Bedrohungen
Verlust von Retentionsflächen durch Flussbegradigung, Hybridisierung mit Salix alba, invasive Neophyten.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Verlust natürlicher Flussdynamik, Hybridisierung mit Salix alba (zu Salix x rubens), Flussbegradigung und Grundwasserabsenkung.