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Zooplankton

Sack-Rädertier

Asplanchna

RL LC🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Das Sack-Rädertier ist ein transparentes, sackförmiges Planktonlebewesen, das durch seine beachtliche Größe von bis zu 2,5 mm auffällt. Es besitzt keinen Fuß und bewegt sich mittels eines ausgeprägten Wimpernkranzes (Corona) fort. Als aktiver Räuber ernährt es sich von anderen Rädertieren, Einzellern und kleinen Krebstieren, wobei es seine Beute oft im Ganzen verschlingt.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Sackförmiger, transparenter Körper; fehlender Fuß; kräftige, ausstülpbare Kiefer (Trophi); oft sichtbare Embryonen im Inneren.

🐠

Sozialverhalten

Meist einzel lebend im Pelagial, kann aber bei optimalen Bedingungen sehr hohe Individuendichten erreichen.

🍽️

Ernährung

Räuberisch; ernährt sich von kleineren Rädertieren (z.B. Keratella), Wimpertierchen, Flagellaten und Algen.

🎯

Jagdstrategie

Lauertaktik kombiniert mit aktiver Suche; Beute wird durch Berührungsreize erkannt und mit den Kiefern gepackt.

🥚

Laichsubstrat

Pelagisch; Dauereier sinken in das Sediment ab.

❄️

Überwinterung

Bildung von dickschaligen Dauereiern (Dauereier), die am Gewässergrund ungünstige Bedingungen überdauern.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Spitzenprädatoren innerhalb der Rädertier-Gemeinschaft; reguliert die Planktonzusammensetzung.

🦅

Natürliche Feinde

Planktivore Fische, räuberische Copepoden (Ruderfußkrebse) und Wasserflöhe wie Leptodora.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere räuberische Zooplankter wie Chaoborus-Larven.

🌟

Ökosystemleistung

Trägt zum Energietransfer von Kleinstlebewesen zu höheren trophischen Ebenen (Fischen) bei.

⚠️

Bedrohungen

Chemische Wasserverschmutzung und starke Veränderungen im Nahrungsnetz durch invasive Arten.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Asplanchnidae

Erkennungsmerkmale

Große, sackartige Gestalt ohne Fuß; Besitz von kräftigen, greifenden Kaugabeln (Trophi vom Incudat-Typ) zum Ergreifen von Beute; oft ausgeprägter Polymorphismus (saccate, cruciform und campanulate Morphen), der durch chemische Signale von Beutetieren oder Räubern induziert wird (Phänotypische Plastizität).

Fortpflanzung

Heterogonie: Wechsel zwischen obligater oder fakultativer Parthenogenese (Jungfernzeugung) während günstiger Bedingungen und sexueller Fortpflanzung bei Stress oder hoher Populationsdichte.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Spitzenprädator innerhalb der Rädertier-Gemeinschaft; reguliert die Abundanz kleinerer Zooplankter und dient als Bindeglied zwischen dem mikrobiellen Netz und höheren trophischen Ebenen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Klimawandel (Veränderung der thermischen Schichtung), extreme Eutrophierung (Sauerstoffmangel im Hypolimnion) und invasive Arten, die das Nahrungsgefüge destabilisieren.

Wikipedia →