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Fisch

Flussbarsch

Perca fluviatilis

RL LC🔬 Zeigerart

Der Flussbarsch ist einer der bekanntesten Süßwasserfische Eurasiens und zeichnet sich durch seinen hochrückigen Körper und die geteilte Rückenflosse aus. Seine Färbung variiert je nach Gewässer von olivgrün bis gelblich mit fünf bis neun dunklen Vertikalstreifen auf den Flanken. Die Bauch- und Afterflossen sowie die Schwanzflosse sind auffällig rötlich gefärbt. Er besiedelt eine Vielzahl von Gewässertypen, von kleinen Teichen bis hin zu großen Seen und langsam fließenden Flüssen.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Zwei getrennte Rückenflossen (die erste mit harten Stachelstrahlen und schwarzem Fleck am Ende), 5-9 dunkle Querstreifen, rötliche untere Flossen.

🐠

Sozialverhalten

Jungfische bilden oft große, dichte Schwärme zum Schutz; mit zunehmendem Alter leben sie in kleineren Gruppen oder einzelgängerisch.

🍽️

Ernährung

Jungtiere fressen Zooplankton und Insektenlarven; adulte Tiere sind Raubfische, die Krebstiere und andere Fische (auch Artgenossen) fressen.

🎯

Jagdstrategie

Lauerjäger in Vegetation oder aktive Verfolgung im Freiwasser; Jungbarsche jagen oft kooperativ in der Gruppe.

🥚

Laichsubstrat

Gallerartige, netzartige Laichschnüre werden an Wasserpflanzen, versunkenen Ästen oder Steinen im Flachwasser abgelegt.

❄️

Überwinterung

Zieht sich in tiefere, temperaturstabilere Wasserschichten zurück und reduziert die Stoffwechselrate sowie die Nahrungsaufnahme.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Spitzen- und Mittelprädatoren, der Beutefischpopulationen reguliert und selbst Nahrung für größere Räuber ist.

🦅

Natürliche Feinde

Hecht, Zander, Wels, Kormoran, Graureiher, Fischotter.

⚔️

Konkurrenzarten

Zander, Hecht, Kaulbarsch und andere barschartige Fische.

🌟

Ökosystemleistung

Bedeutend für die kommerzielle Binnenfischerei und ein hochgeschätzter Zielfisch für die Freizeitfischerei.

⚠️

Bedrohungen

Lebensraumverlust durch Uferverbauung, Eutrophierung und zunehmende Hitzestressperioden durch den Klimawandel.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Morphologie & Identifikation

Familie
Percidae (Echte Barsche)
Körperlänge
15 – 60 cm
Maximalgröße
60
Gewicht
0.1 – 4.8 kg
Maximalgewicht
4.8
Lebenserwartung
10 – 25 years
Körperform
Gestreckt, seitlich abgeflacht, mit zunehmendem Alter deutlich hochrückig (Buckelbarsch).
Schuppenformel
58-77 (SL)
Flossenformel
D1 XIII-XVII, D2 I-II/13-16, A II/7-10, P 14, V I/5

Färbung

Grünlich-grau bis bräunlich mit 5-9 markanten dunklen Querstreifen; Bauchseite weißlich; Bauch- und Afterflossen sowie der untere Teil der Schwanzflosse sind rötlich bis leuchtend orange.

Erkennungsmerkmale

Zwei getrennte Rückenflossen, die erste mit 13-17 Hartstrahlen und einem schwarzen Fleck am Hinterende. Raue Kammschuppen (Ctenoidschuppen). Ein kräftiger Dorn am Kiemendeckel.

Verwechslungsarten

Zander (Sander lucioperca) - fehlt der Dorn am Kiemendeckel; Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua) - Rückenflossen sind miteinander verbunden.

Geschlechtsdimorphismus

Gering ausgeprägt; Weibchen wachsen schneller und erreichen größere Maximalmaße; während der Laichzeit sind Weibchen aufgrund des Laichansatzes deutlich fülliger.

Habitat & Lebensraum

Tiefenbereich
0 – 100 m
Temperaturbereich
4 – 30 °C
pH-Bereich
6 – 9 pH

Fischregion

Brachsenregion bis Kaulbarsch-Flunder-Region; eurytop in fast allen Binnengewässern und Brackwasser.

Bevorzugte Zone

Litoral (Uferzone) und Pelagial (Freiwasser); bevorzugt strukturreiche Bereiche.

Strömungspräferenz

Limnophil bis eurytop; bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer.

Substratpräferenz

Variabel; bevorzugt strukturierte Untergründe mit Vegetation, Steinen oder Totholz.

Sauerstoffbedarf

Mäßig bis tolerant; kann kurzzeitig niedrige Sauerstoffgehalte überstehen, bevorzugt aber gut sauerstoffversorgte Bereiche.

Migration

Migrationstyp
Potamodrom (Süßwasser-Wanderer)
Wanderdistanz
1 – 50

Wanderverhalten

Kurzdistanzwanderungen zwischen Winterquartieren (tiefere Zonen) und Laichplätzen (flache Uferbereiche).

Wikipedia →