Golddistel
Carlina vulgaris
Die Golddistel ist eine zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 50 Zentimetern erreicht. Sie zeichnet sich durch ihre dornigen Blätter und die typischen körbchenförmigen Blütenstände aus, deren innere Hüllblätter strohgelb und glänzend sind. Diese Hüllblätter reagieren auf Luftfeuchtigkeit und schließen sich bei Regen, um den Pollen zu schützen. Die Pflanze bevorzugt sonnige, magere Standorte auf kalkhaltigen Böden.

Details
Habitatfunktion
Strukturbildner in lückigen Trockenrasen.
Nährstoffaufnahme
Geringer Nährstoffbedarf, angepasst an extrem stickstoffarme Böden.
Nahrungsquelle für
Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Vögel (Samenfresser im Winter).
Nutzung durch Menschen
Früher Arzneipflanze; die fleischigen Blütenböden können wie Artischocken zubereitet werden.
Ökologie
Ökologische Rolle
Dient als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten und als Winterquartier für Kleintiere in den hohlen Stängeln.
Natürliche Feinde
Verschiedene Insektenlarven, die in den Blütenköpfen fressen.
Konkurrenzarten
Verdrängung durch hochwüchsige Gräser bei ausbleibender Beweidung.
Ökosystemleistung
Bestäubungsleistung durch Anlockung von Insekten; Erosionsschutz auf Trockenhanglagen.
Bedrohungen
Eutrophierung (Stickstoffeintrag), Aufgabe der Wanderschäferei, Verbuschung von Trockenrasen.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Fortpflanzung
Ausschließlich geschlechtlich über Samenbildung (generativ).
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
Nutzungsaufgabe und anschließende Verbuschung (Sukzession), Eutrophierung durch atmosphärische Stickstoffeinträge, Umwandlung von Magerrasen in Ackerland.