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Phytoplankton

Spindelförmige Zieralge

Closterium acerosum

RL LC🔬 Zeigerart

Die Spindelförmige Zieralge gehört zur Ordnung der Desmidiales und ist ein typischer Vertreter der Zieralgen. Sie zeichnet sich durch lange, schmale Zellen aus, die an den Enden zugespitzt sind und in der Mitte zwei große Chloroplasten besitzen. Im Gegensatz zu vielen anderen Zieralgen fehlt ihr die zentrale Einschnürung (Sinus). Sie kommt vor allem in stehenden, nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Gewässern sowie in Mooren vor.

Details

💨

Sauerstoffproduktion

Produziert Sauerstoff als Nebenprodukt der Photosynthese.

🏠

Habitatfunktion

Teil des Phytoplanktons, welches die Basis des aquatischen Nahrungsnetzes bildet.

🧹

Nährstoffaufnahme

Nimmt gelösten Stickstoff und Phosphor zur Biomassebildung auf.

🐟

Nahrungsquelle für

Zooplankton und benthische Mikroinvertebraten.

👤

Nutzung durch Menschen

Wird in der Forschung als Modellorganismus für Zellbiologie und Morphogenese verwendet.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Primärproduzent in aquatischen Systemen; dient als Nahrungsgrundlage für Mikrofauna.

🦅

Natürliche Feinde

Einzeller (Ciliaten), Rädertierchen, kleine Krebstiere.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Phytoplankton-Arten wie Kieselalgen oder andere Grünalgen.

🌟

Ökosystemleistung

Sauerstoffproduktion und Kohlenstofffixierung in Binnengewässern.

⚠️

Bedrohungen

Eutrophierung der Gewässer, Pestizideintrag, Zerstörung von Mooren.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Erkennungsmerkmale

Große, robuste Zellen mit einer zentralen Reihe von 7 bis 15 Pyrenoiden pro Halbzelle. Die Zellwand ist glatt und farblos, kann aber im Alter gelblich oder bräunlich werden. Charakteristisch sind die Endvakuolen, die zahlreiche tanzende Gipskristalle (Baryt) enthalten.

Fortpflanzung

Asexuell durch vegetative Zellteilung; sexuell durch Konjugation, bei der zwei Zellen fusionieren und eine dickwandige, meist glatte und kugelige Zygospore bilden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Verlust von Kleingewässern durch Zuschüttung oder Entwässerung; extreme Versauerung von Habitaten.

Schutzmaßnahmen

Schutz und Neuanlage von Tümpeln und Teichen; Reduktion von Pestizideinträgen in Agrarlandschaften.

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