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Bodeninsekt

Müllers Glanzläufer

Agonum muelleri

RL LC🔬 Zeigerart

Müllers Glanzläufer ist ein 7 bis 9,5 Millimeter langer Laufkäfer aus der Familie der Carabidae. Er zeichnet sich durch eine metallisch glänzende, meist bronze- oder grünfarbene Oberseite aus. Die Art besiedelt bevorzugt offene, mäßig feuchte Habitate wie Äcker, Wiesen und Brachflächen. Er ist ein flinker Jäger, der im Gegensatz zu vielen anderen Laufkäfern häufig am Tag aktiv ist.

Details

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Erkennungsmerkmale

Metallischer Glanz, drei Porenpunkte auf dem dritten Flügeldeckenintervall, Halsschildbasis grob punktiert, Beine meist dunkel.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch, kann aber in geeigneten Habitaten in sehr hohen Individuendichten auftreten.

🍽️

Ernährung

Generalistischer Räuber von kleinen Wirbellosen wie Blattläusen, Milben und Insekteneiern; nimmt gelegentlich auch Pflanzensamen auf.

🎯

Jagdstrategie

Aktive Suche und Verfolgung von Beute auf der Bodenoberfläche.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden in feuchte Erde oder unter flache Steine abgelegt.

❄️

Überwinterung

Überwintert als erwachsener Käfer (Imago) in Bodenritzen oder unter Pflanzenresten.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger natürlicher Regulator von Agrarschädlingen in der offenen Landschaft.

🦅

Natürliche Feinde

Insektenfressende Vögel, Spitzmäuse, Igel sowie größere räuberische Insekten und Spinnen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Arten der Gattung Agonum sowie Laufkäfer der Gattung Poecilus.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr von Pflanzenschädlingen.

⚠️

Bedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft, hoher Pestizideinsatz und Verlust von Feldrandstrukturen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Laufkäfer

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch sind die drei Porenpunkte auf dem dritten Flügeldeckenintervall. Der Halsschild ist deutlich breiter als lang, an den Seiten gerundet und besitzt verrundete Hinterwinkel. Die Gattung Agonum zeichnet sich durch das Fehlen eines Kinnzahns und die spezifische Anordnung der Borstenpunkte aus. Agonum muelleri ist im Vergleich zu verwandten Arten oft durch den Farbkontrast zwischen Halsschild und Elytren erkennbar.

Lebensraum

Eurytope Offenlandart. Sie besiedelt bevorzugt landwirtschaftliche Nutzflächen (Äcker), Gärten, Ruderalstellen, kurzgrasige Wiesen und Brachen. Sie gilt als Pionierbesiedler auf offenen, vegetationsarmen Böden.

Ernährung

Polyphager Prädator und Geophag; ernährt sich von kleinen Arthropoden (Blattläuse, Milben, Springschwänze), Insekteneiern und Larven, nimmt aber auch gelegentlich pflanzliche Kost wie Samen auf.

Rolle im Nahrungsnetz

Wichtiger Prädator in Agrarökosystemen zur biologischen Schädlingskontrolle; dient als Beute für insektenfressende Vögel, Amphibien und kleine Säugetiere.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Intensive Landwirtschaft mit hohem Insektizideinsatz, tiefes Pflügen während der Puppenruhe, Verlust von Saumstrukturen und Feldrainen als Überwinterungshabitate.

Bestandstrend

Stabil; die Art ist weit verbreitet und in Mitteleuropa eine der häufigsten Agonum-Arten im Offenland.

Schutzmaßnahmen

Förderung von Ackerrandstreifen, Anlage von Blühstreifen, Reduktion des Pestizideinsatzes und Erhalt von Brachflächen zur Vernetzung von Lebensräumen.

Wikipedia →