Gemeine Heidelibelle
Sympetrum vulgatum
Die Gemeine Heidelibelle ist eine charakteristische Art stehender Gewässer, die vor allem durch die rote Färbung der geschlechtsreifen Männchen auffällt. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist der schwarze Stirnstrich, der an den Augenrändern wie eine Träne herabläuft. Die Art ist in Mitteleuropa sehr häufig und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen, von Teichen bis hin zu langsam fließenden Bächen. Ihre Flugzeit reicht oft bis weit in den Herbst hinein, was sie zu einer der am spätesten fliegenden Libellen macht.

Details
Erkennungsmerkmale
Schwarzer Stirnstrich an den Augen herablaufend; Beine schwarz mit gelben Längsstreifen; Männchen mit leicht verbreitertem, rotem Abdomen.
Sozialverhalten
Territoriale Männchen verteidigen Ansitzwarten an sonnigen Plätzen; Paarung findet oft im Tandemflug statt.
Ernährung
Räuberisch; Imagines fressen kleine Fluginsekten (Mücken, Fliegen), Larven fressen Wasserinsekten und kleine Krebstiere.
Jagdstrategie
Ansitzjäger; wartet auf erhöhten Positionen auf Beute und fängt diese im Flug ab.
Laichsubstrat
Eier werden im Flug in flaches Wasser oder auf feuchten Boden in Ufernähe abgeworfen.
Überwinterung
Überwinterung erfolgt als Ei im Schlamm oder in der Ufervegetation.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Konsument in aquatischen und terrestrischen Nahrungsnetzen; reguliert Insektenpopulationen.
Natürliche Feinde
Vögel (z.B. Baumfalke), Frösche, größere Libellen, Webspinnen.
Konkurrenzarten
Andere Heidelibellen wie die Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum) oder die Blutrote Heidelibelle.
Ökosystemleistung
Natürliche Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr von Stechmücken.
Bedrohungen
Verlust von Kleingewässern durch Austrocknung oder Verfüllung; Pestizideintrag aus der Landwirtschaft.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Wichtigstes Merkmal ist der schwarze Stirnstrich ('Tränentropfen'), der an den Augenrändern deutlich nach unten verläuft (Unterschied zu S. striolatum). Die Legeröhre der Weibchen steht fast rechtwinklig vom Körper ab.