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Säugetier

Braunes Langohr

Plecotus auritus

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart

Das Braune Langohr ist eine mittelgroße Fledermausart, die vor allem durch ihre fast körperlangen Ohren auffällt. Es bewohnt bevorzugt lockere Laub- und Mischwälder sowie Gärten und Parks mit altem Baumbestand. Die Art ist ein geschickter Flieger, der Insekten sowohl im Flug fängt als auch von Oberflächen wie Blättern absammelt (Gleaning). Tagsüber ruhen die Tiere in Baumhöhlen, Nistkästen oder ruhigen Dachböden.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Sehr große Ohren (31–41 mm), langer Tragus, bräunliches Rückenfell, langer Daumen (> 6 mm) mit kräftiger Kralle.

🐠

Sozialverhalten

Bildet kleine Wochenstubenkolonien von 10 bis 50 Weibchen; Männchen leben im Sommer oft einzelgängerisch.

🍽️

Ernährung

Hauptsächlich Nachtfalter, aber auch Käfer, Fliegen, Mücken, Ohrwürmer und Spinnen.

🎯

Jagdstrategie

Kombination aus Jagdflug und Absammeln von Beute (Gleaning) unter Nutzung des Passivhörens von Krabbelgeräuschen.

❄️

Überwinterung

Winterschlaf in kühlen, feuchten Quartieren wie Höhlen, Stollen oder Kellern bei Temperaturen von 2–7 °C.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Regulator von Insektenpopulationen, insbesondere von forstwirtschaftlich relevanten Schädlingen.

🦅

Natürliche Feinde

Eulen (insbesondere Schleiereule und Waldkauz), Hauskatzen, Marder.

⚔️

Konkurrenzarten

Graues Langohr (Plecotus austriacus) in Regionen mit Habitatüberlappung.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingsbekämpfung durch den Verzehr von Insekten in Wäldern und Obstgärten.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Quartieren durch Gebäudesanierung, Einsatz von Insektiziden, Intensivierung der Forstwirtschaft.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Glattnasen

Erkennungsmerkmale

Extrem große Ohren (31–41 mm), die an der Basis verwachsen sind; langer Daumen (> 6,5 mm) mit langer Kralle (> 2 mm); schmaler Tragus.

Lebensraum

Waldgebundene Art; bevorzugt strukturreiche Laub- und Mischwälder, Parks, Gärten und Streuobstwiesen; bis in Gebirgslagen über 2000 m.

Wikipedia →