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Pilz

Boden-Wasserschimmel

Saprolegnia spp.

RL NE🔬 Zeigerart

Boden-Wasserschimmel der Gattung Saprolegnia sind keine echten Pilze, sondern gehören zu den Oomyceten. Sie bilden ein charakteristisches, weißes, watteartiges Myzel aus, das auf organischem Material oder geschwächten Wirtstieren wächst. Diese Organismen spielen eine wichtige Rolle beim Abbau organischer Substanz, können aber in der Aquakultur als Krankheitserreger (Saprolegniose) erhebliche Schäden an Fischen und deren Gelegen anrichten. Ihre Vermehrung erfolgt über bewegliche Zoosporen im Wasser oder durch widerstandsfähige Oosporen im Boden.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Watteartige, weiße bis gräuliche Beläge auf Wirten oder Detritus; mikroskopische fadenförmige Hyphen ohne Septen.

🍽️

Ernährung

Ernährt sich saprotroph von abgestorbenen Pflanzen und Tieren oder parasitär von Fischhaut, Kiemen und Amphibieneiern.

🎯

Jagdstrategie

Passives Anhaften von Zoosporen an geschädigtem Gewebe oder organischem Substrat.

❄️

Überwinterung

Überdauerung als Oosporen im Sediment oder Boden.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Primärzersetzer in aquatischen Systemen; reguliert Fisch- und Amphibienpopulationen durch Parasitismus.

🦅

Natürliche Feinde

Mikroorganismen, Protozoen und kleine Wirbellose, die Myzel oder Sporen fressen.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Oomyceten (z.B. Achlya) und aquatische Pilze.

🌟

Ökosystemleistung

Stoffkreislauf durch Abbau von totem organischem Material (Detritus).

⚠️

Bedrohungen

Nicht gefährdet; profitiert teilweise von Eutrophierung und Klimaerwärmung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Saprolegniaceae (Wasserschimmelpilze)

Erkennungsmerkmale

Charakteristische Bildung von Zoosporangien mit zweigeißeligen, motilen Zoosporen (Dimorphismus); Vorhandensein von Oogonien mit mehreren dickwandigen Oosporen zur sexuellen Überdauerung.

Lebensraum

Süßwasserökosysteme (Seen, Flüsse, Teiche), Fischzuchtanlagen und sehr feuchte, organisch reiche Böden.

Fortpflanzung

Asexuell durch zweigeißelige Zoosporen in Zoosporangien; sexuell durch Oogame Befruchtung in Oogonien, resultierend in resistenten Oosporen.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Nicht gefährdet; profitiert potenziell von der Eutrophierung von Gewässern und steigenden Wassertemperaturen.

Schutzmaßnahmen

Keine Schutzmaßnahmen erforderlich; Management konzentriert sich auf die Kontrolle in Fischzuchten und den Schutz natürlicher Fischbestände vor Infektionen.

Wikipedia →