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Pilz

Wasserpilze (Aquatische Hyphomyceten)

Hyphomycetes (aquatic group)

RL NE🔬 Zeigerart

Aquatische Hyphomyceten sind eine spezialisierte Gruppe von Pilzen, die vorwiegend in sauberen, sauerstoffreichen Bächen und Flüssen vorkommen. Sie besiedeln untergetauchtes Falllaub und Holz, wobei sie durch enzymatischen Abbau komplexe Polymere wie Zellulose zersetzen. Ihre Sporen besitzen oft charakteristische Formen, um in der Strömung besser an Substraten anzuhaften. Sie bilden ein essentielles Bindeglied im Nahrungsnetz, da sie die Nahrungsgrundlage für viele wirbellose Wassertiere verbessern.

Details

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Erkennungsmerkmale

Mikroskopisch kleine Konidien mit oft tetraradiater (vierstrahliger) oder fadenförmiger Struktur.

🍽️

Ernährung

Saprotroph; Abbau von pflanzlichem Detritus (Blätter, Holz) durch extrazelluläre Enzyme wie Cellulasen.

❄️

Überwinterung

Aktivität auch bei niedrigen Temperaturen unter Eis möglich.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Primäre Zersetzer in Gewässern; Aufwertung von Falllaub für Makrozoobenthos (Shredder).

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Natürliche Feinde

Mikrovegetarier, aquatische Insektenlarven (Zerkleinerer).

⚔️

Konkurrenzarten

Bakterien, andere aquatische Pilze.

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Ökosystemleistung

Nährstoffkreislauf, Selbstreinigung von Gewässern, Bereitstellung von Biomasse.

⚠️

Bedrohungen

Gewässerverschmutzung, Fungizide, Verlust von Ufergehölzen, Klimawandel (Wassertemperatur).

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Polyphyletische Gruppe (u. a. Helotiaceae, Orbiliaceae, Pleosporaceae)

Erkennungsmerkmale

Charakteristische Konidienformen: tetraradiat (vierarmig) oder sigmoid (S-förmig), um in turbulentem Wasser an Substraten anzuhaften (Ingoldian Fungi). Gattungen wie Alatospora, Articulospora, Lemonniera.

Lebensraum

Sauerstoffreiche, kühle, meist turbulente Fließgewässer (Bäche und Flüsse) mit angrenzendem Laubwald.

Fortpflanzung

Primär asexuell durch Konidienbildung unter Wasser; Teleomorphe (sexuelle Stadien) oft in feuchten terrestrischen Habitaten.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Klimawandel (Erwärmung der Gewässer), Pestizideintrag, Kanalisierung, Verlust von Ufergehölzen, Eutrophierung.

Schutzmaßnahmen

Erhalt und Wiederherstellung naturnaher Ufervegetation, Reduktion von Nährstoff- und Schadstoffeinträgen, Renaturierung von Fließgewässern.

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