Eschenahorn
Acer negundo
Der Eschenahorn ist ein mittelgroßer Baum, der sich durch seine gefiederten Blätter von anderen Ahorngattungen unterscheidet. Er ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich und wächst bevorzugt in feuchten Gebieten wie Flussauen oder an Gewässerrändern. In Europa wird er als invasiver Neophyt eingestuft, da er heimische Weichholzauen verdrängen kann. Aufgrund seiner Anspruchslosigkeit besiedelt er auch urbane Brachflächen und gestörte Standorte sehr erfolgreich.

Details
Sauerstoffproduktion
Moderate Sauerstoffproduktion durch Photosynthese während der Vegetationsperiode.
Habitatfunktion
Bietet Lebensraum für baumbrütende Vögel und Nahrung für Insekten (Pollen) im frühen Frühjahr.
Nährstoffaufnahme
Hohe Aufnahme von Stickstoff und Phosphor aus dem Bodenwasser.
Nahrungsquelle für
Samenfressende Vögel (z.B. Kernbeißer), Kleinsäuger, Bienen (Pollenquelle).
Nutzung durch Menschen
Ziergehölz in Parks, Holz für Drechselarbeiten oder Zellstoff, gelegentlich Gewinnung von Ahornsirup.
Ökologie
Ökologische Rolle
Pionierbaumart, die Lichtlücken schnell schließt; dient als Nistplatz für Vögel, kann aber die Artenvielfalt in Auen durch Beschattung und Konkurrenz reduzieren.
Natürliche Feinde
Verschiedene Insektenlarven (z.B. Bockkäfer), Pilzinfektionen (z.B. Verticillium-Welke).
Konkurrenzarten
Heimische Weiden (Salix spp.) und Pappeln (Populus spp.) in Weichholzauen.
Ökosystemleistung
Schnelle Begrünung von urbanen Räumen, Erosionsschutz an Ufern, Kohlenstoffspeicherung.
Bedrohungen
Keine wesentlichen Bedrohungen; gilt selbst als Bedrohung für sensible Ökosysteme.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Schutz & Bedrohung
Hauptbedrohungen
In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet nicht gefährdet. In Europa unterliegt die Art Managementmaßnahmen zur Eindämmung ihrer Ausbreitung in Naturschutzgebieten.