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Säugetier

Große Bartfledermaus

Myotis brandtii

RL LC§ Geschützt🔬 Zeigerart🦅 Wanderart

Die Große Bartfledermaus ist ein kleiner Vertreter der Gattung Myotis mit einer Flügelspannweite von 19 bis 24 Zentimetern. Ihr Fell ist auf dem Rücken bräunlich mit oft goldenen Spitzen, während die Bauchseite grau-weißlich gefärbt ist. Sie ähnelt morphologisch stark der Kleinen Bartfledermaus, unterscheidet sich jedoch durch die Form des Penis bei Männchen und spezifische Zahnmerkmale.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Goldbraune Haarspitzen am Rücken, heller Bauch, keulenförmig verdickter Penis bei Männchen, Ohren mit spitzem Tragus.

🐠

Sozialverhalten

Bildet Wochenstuben mit 20 bis 60 Weibchen zur Jungenaufzucht; Männchen leben im Sommer meist solitär.

🍽️

Ernährung

Insektenfresser; ernährt sich von Nachtfaltern, Mücken, Köcherfliegen, Käfern und gelegentlich Spinnen.

🎯

Jagdstrategie

Langsamer, manövrierfähiger Jagdflug in geringer Höhe entlang von Vegetation oder über Wasser; nutzt auch das Absammeln (Gleaning).

❄️

Überwinterung

Winterschlaf in feuchten Höhlen, Stollen, Kellern oder Felsspalten bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad Celsius.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Regulator von Insektenpopulationen in Waldökosystemen und an Gewässerrändern.

🦅

Natürliche Feinde

Eulen (z.B. Waldkauz), Greifvögel, Marder und Hauskatzen.

⚔️

Konkurrenzarten

Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus), Wasserfledermaus (Myotis daubentonii).

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingskontrolle durch den Verzehr von Forstschädlingen.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Quartieren durch Gebäudesanierung, Einsatz von Pestiziden, Habitatfragmentierung und forstwirtschaftliche Monokulturen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Glattnasen

Erkennungsmerkmale

Wichtigstes Merkmal der Männchen ist der keulenförmig verdickte Penis; im Oberkiefer ist der dritte Prämolar (P3) fast so groß wie der zweite (P2); der Tragus ist schmal und etwa halb so lang wie das Ohr.

Lebensraum

Stark an Wald gebunden; bevorzugt strukturreiche Laub- und Mischwälder, oft in der Nähe von stehenden oder fließenden Gewässern; kommt bis in Gebirgslagen vor.

Wikipedia →