Schlingnatter
Coronella austriaca
Die Schlingnatter ist eine zierliche Schlange mit glatten Schuppen und einer charakteristischen dunklen Kopfzeichnung. Sie bevorzugt sonnige, trockene Lebensräume wie Heideflächen, Steinbrüche und Waldränder, wo sie sich von Eidechsen und kleinen Säugetieren ernährt. Die Art ist für den Menschen völlig harmlos und zeichnet sich durch eine versteckte Lebensweise aus. In Europa ist sie weit verbreitet, leidet jedoch unter dem Verlust strukturreicher Lebensräume.

Details
Erkennungsmerkmale
Glatte Schuppen ohne Kiel, runde Pupillen, dunkler Augenstreif, herz- oder hufeisenförmiger Fleck auf dem Hinterkopf.
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; Interaktionen beschränken sich auf die Paarungszeit oder gemeinsame Winterquartiere.
Ernährung
Spezialisierter Prädator von Reptilien (Eidechsen, Blindschleichen), frisst gelegentlich auch kleine Säugetiere.
Jagdstrategie
Lauerjäger; die Beute wird mit dem Körper umschlungen und fixiert, bevor sie lebend verschluckt wird.
Laichsubstrat
Ovovivipar; die Weibchen bringen voll entwickelte Jungtiere in einer dünnen Eihülle zur Welt.
Überwinterung
Winterstarre in frostfreien Erdlöchern, Felsspalten oder Nagetierbauten von Oktober bis April.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Regulator von Reptilienpopulationen und Beute für höhere Prädatoren.
Natürliche Feinde
Greifvögel, Rabenvögel, Igel, Marder und größere Schlangen.
Konkurrenzarten
Kreuzotter (Habitat) und Ringelnatter (Nahrung bei Jungtieren).
Ökosystemleistung
Trägt zur biologischen Vielfalt und zum ökologischen Gleichgewicht in Trockenbiotopen bei.
Bedrohungen
Lebensraumverlust durch Sukzession, Aufforstung, intensive Landwirtschaft und Zerschneidung der Landschaft.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Glatte Schuppen, runde Pupille, dunkler Augenstreif vom Nasenloch über das Auge bis zum Mundwinkel; Kopfzeichnung oft als 'Krönchen' interpretiert (Gattungsname Coronella).
Lebensraum
Xerotherme, strukturreiche Standorte: Heideflächen, Magerrasen, Steinbrüche, Bahndämme, Waldränder und Weinberge mit ausreichend Versteckmöglichkeiten (Totholz, Lesesteinhaufen).