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Spinnentier

Piratenspinne

Ero furcata

RL LC🔬 Zeigerart

Piratenspinnen der Gattung Ero sind hochspezialisierte Räuber, die sich fast ausschließlich von anderen netzbauenden Spinnen ernähren. Sie bauen selbst keine Fangnetze, sondern dringen in fremde Netze ein und imitieren Beutesignale. Ihr Körper ist meist bräunlich gemustert und weist charakteristische Höcker auf dem Hinterleib auf.

Details

👁️

Erkennungsmerkmale

Reihe von langen, gebogenen Borsten an den Vorderbeinen (Tibien und Metatarsen); zwei deutliche Höcker auf dem Hinterleib.

🐠

Sozialverhalten

Einzelgängerisch und hochgradig aggressiv gegenüber anderen Spinnen.

🍽️

Ernährung

Spezialisierte Araneophagen; sie fressen hauptsächlich Kugelspinnen (Theridiidae) und Baldachinspinnen (Linyphiidae).

🎯

Jagdstrategie

Aggressive Mimikry: Sie zupfen an den Netzfäden der Beutespinne, um ein gefangenes Insekt oder einen Paarungspartner vorzutäuschen.

🥚

Laichsubstrat

Eier werden in einem charakteristischen, gestielten Kokon an Pflanzen aufgehängt.

❄️

Überwinterung

Überwinterung meist als Jungspinne oder im Eistadium innerhalb des Kokons.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Top-Prädatoren innerhalb der Spinnengemeinschaft; regulieren Populationen anderer Spinnenarten.

🦅

Natürliche Feinde

Vögel, Schlupfwespen (Parasitoide der Kokons), größere räuberische Insekten.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Piratenspinnenarten oder rimal-räuberische Spinnen.

🌟

Ökosystemleistung

Biologische Schädlingskontrolle indirekt durch Regulation des Spinnenbestands.

⚠️

Bedrohungen

Intensivierung der Landwirtschaft, Einsatz von Breitbandinsektiziden, Verlust von Hecken und Saumstrukturen.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Spinnenfresser

Erkennungsmerkmale

Charakteristisch sind zwei deutliche Höcker auf der Oberseite des Hinterleibs (Opisthosoma). Die Vorderbeine tragen eine spezialisierte Reihe von langen und kurzen gebogenen Borsten (Sägeborsten) an Metatarsus und Tibia, die zum Ergreifen von Beutespinnen dienen. Der Eikokon ist birnenförmig und an einem langen Stiel aufgehängt.

Lebensraum

Strukturreiche Habitate wie Waldränder, Hecken, Gebüsche, aber auch feuchte Wiesen und Gärten. Sie kommt sowohl in der Krautschicht als auch in niedrigen Baumkronen vor.

Rolle im Nahrungsnetz

Spezialisierter Prädator höherer Ordnung (Sekundärkonsument), der die Dichte anderer Spinnenpopulationen reguliert.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Verlust von Grenzstrukturen in der Landschaft (Hecken, Waldsäume) durch intensive Landwirtschaft; Einsatz von Breitbandinsektiziden, die das Nahrungsangebot (andere Spinnen) reduzieren.

Bestandstrend

Stabil; die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt laut Roter Liste Deutschland als ungefährdet.

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