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Phytoplankton

Sternkieselalge

Asterionella formosa

RL LC🔬 Zeigerart

Asterionella formosa ist eine im Phytoplankton von Binnengewässern weit verbreitete Kieselalge. Sie zeichnet sich durch die Bildung von sternförmigen Kolonien aus, bei denen die einzelnen Zellen an einem Ende durch Gallertpolster miteinander verbunden sind. Diese Art spielt eine bedeutende Rolle in der Primärproduktion von Seen, insbesondere während der Frühjahrsblüte, und dient als wichtige Nahrungsgrundlage für das Zooplankton.

Details

💨

Sauerstoffproduktion

Hoch während der Blütephasen im Frühjahr und Herbst.

🏠

Habitatfunktion

Bildet die Basis des pelagischen Nahrungsnetzes.

🧹

Nährstoffaufnahme

Hoher Bedarf an Silikat für den Aufbau der Kieselschalen.

🐟

Nahrungsquelle für

Haupternährungsquelle für viele filtrierende Zooplankter.

👤

Nutzung durch Menschen

Verwendung in der Paläolimnologie zur Rekonstruktion früherer Umweltbedingungen.

Ökologie

🌍

Ökologische Rolle

Wichtiger Primärproduzent; wandelt anorganischen Kohlenstoff in organische Biomasse um und setzt Sauerstoff frei.

🦅

Natürliche Feinde

Zooplankton (z. B. Daphnien, Rädertierchen), parasitäre Pilze (Chytridpilze).

⚔️

Konkurrenzarten

Andere Kieselalgen (z. B. Fragilaria) und Grünalgen bei Nährstoffknappheit.

🌟

Ökosystemleistung

Sauerstoffproduktion und Kohlenstoffbindung im aquatischen System.

⚠️

Bedrohungen

Klimawandel (Erwärmung der Seen), Herbizideintrag, extreme Eutrophierung.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Erkennungsmerkmale

Araphide Diatomee (keine Raphe); sternförmige Kolonieanordnung; im Gürtelansicht linear mit verbreiterten Enden; Schalenoberfläche mit feinen Transapikalstreifen (ca. 25-30 in 10 µm).

Fortpflanzung

Hauptsächlich asexuell durch vegetative Zellteilung; sexuelle Reproduktion (Oogamie) ist extrem selten und führt zur Bildung von Auxosporen zur Wiederherstellung der Zellgröße.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Klimawandel (zunehmende Schichtung der Seen), Silikatmangel durch anthropogene Einflüsse, Herbizideinträge.

Schutzmaßnahmen

Management der Nährstoffeinträge (Eutrophierungskontrolle), Schutz der Gewässergüte nach WRRL.

Wikipedia →