Aurorafalter
Anthocharis cardamines
Der Aurorafalter ist ein mittelgroßer Tagfalter, der vor allem in feuchten Wiesen, lichten Wäldern und an Waldrändern vorkommt. Charakteristisch ist der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus: Männchen tragen leuchtend orangefarbene Spitzen auf den Vorderflügeln, während Weibchen schlicht weiß-schwarz gemustert sind. Die Unterseite der Hinterflügel weist bei beiden Geschlechtern eine grünlich-weiße Marmorierung auf, die der Tarnung dient. Die Art bringt pro Jahr nur eine Generation hervor, die meist zwischen April und Juni fliegt.

Details
Erkennungsmerkmale
Männchen mit orangefarbenen Vorderflügelspitzen; Weibchen weiß mit schwarzen Spitzen; beide Geschlechter mit grün-weiß marmorierter Hinterflügelunterseite.
Sozialverhalten
Solitär lebend; Männchen zeigen aktives Patrouillenverhalten auf der Suche nach Weibchen.
Ernährung
Raupen ernähren sich spezialisiert von Blüten und jungen Samenschoten von Kreuzblütlern; Adulte trinken Nektar.
Laichsubstrat
Blütenstiele von Kreuzblütlern (Brassicaceae), insbesondere Cardamine pratensis und Alliaria petiolata.
Überwinterung
Überwinterung als Puppe (Gürtelpuppe) an trockenen Pflanzenstängeln.
Ökologie
Ökologische Rolle
Wichtiger Bestäuber von Frühlingsblühern; Raupen dienen als Nahrung für räuberische Insekten und Vögel.
Natürliche Feinde
Singvögel, Schlupfwespen (als Parasitoide der Raupen), Spinnen, räuberische Käfer.
Konkurrenzarten
Andere Weißlingsarten bei der Nektarsuche; Raupen konkurrieren ggf. mit anderen Brassicaceae-Fressern.
Ökosystemleistung
Bestäubungsleistung in Wald- und Wiesenökosystemen.
Bedrohungen
Intensivierung der Landwirtschaft, zu frühe Mahd von Wiesen, Beseitigung von Saumstrukturen und Einsatz von Pestiziden.
Wissenschaftlicher Steckbrief
Steckbrief
Erkennungsmerkmale
Die grün-weiße Marmorierung der Hinterflügelunterseite ist ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal gegenüber anderen Weißlingen. Männchen sind durch die namensgebenden orangen Spitzen unverwechselbar.