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Pilz

Graues Weichbecherchen

Mollisia cinerea

RL LC

Das Graue Weichbecherchen ist ein weit verbreiteter, saprobiontischer Schlauchpilz aus der Ordnung der Helotiales. Er bildet winzige, scheiben- bis schüsselförmige Fruchtkörper aus, die meist in dichten Gruppen auf der Unterseite oder Rinde von abgestorbenen Laubholzästen erscheinen. Die Färbung der Apothecien ist typischerweise aschgrau bis bläulich-grau mit einem oft helleren, weißlich bereiften Rand.

Details

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Erkennungsmerkmale

Fruchtkörper 1-3 mm breit, flach schüsselförmig, graue Innenseite, Rand hell und fein bewimpert, Außenseite dunkler grau-braun, wächst auf Totholz.

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Ernährung

Ernährt sich saprobiontisch durch den Abbau von Zellulose und Lignin in totem Laubholz.

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Überwinterung

Überdauerung als Myzel im Holzsubstrat.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Zersetzer im Waldökosystem, der zur Humusbildung und zum Nährstoffkreislauf beiträgt.

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Natürliche Feinde

Mycetophage Insektenlarven, Springschwänze und Schnecken.

⚔️

Konkurrenzarten

Andere holzzersetzende Pilze wie Orbilia-Arten oder Peniophora-Arten.

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Ökosystemleistung

Abbau von Totholz und Bereitstellung von Nährstoffen für Bodenorganismen.

⚠️

Bedrohungen

Verlust von Habitat durch übermäßige Totholzentnahme in der Forstwirtschaft.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Weichbecherchenverwandte

Erkennungsmerkmale

Charakterisiert durch die graue Farbe, das Fehlen eines Stiels (sitzend) und das Wachstum auf entrindetem Laubholz. Mikroskopisch entscheidend sind die hyalinen, einzelligen, schmal-elliptischen bis fast zylindrischen Sporen (ca. 7-10 x 2-2,5 µm) und die fädigen Paraphysen.

Lebensraum

Laub- und Mischwälder, Parks, Gebüsche und Gärten mit ausreichendem Totholzangebot. Bevorzugt schattige, feuchte Lagen.

Fortpflanzung

Sexuelle Vermehrung durch Ascosporen, die in achtsporigen, zylindrisch-keuligen Asci gebildet werden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht bewertet (NE)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Status nicht auf Standardskala

Hauptbedrohungen

Intensive Forstwirtschaft, bei der Totholz konsequent entfernt wird; großflächige Entwässerung von Waldstandorten.

Schutzmaßnahmen

Förderung von Totholzkonzepten in der Forstwirtschaft; Belassen von liegendem Laubholz in Wäldern und Parks.

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