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Pilz

Schuppiger Stielporling

Cerioporus squamosus

RL LC🔬 Zeigerart

Der Schuppige Stielporling ist ein weit verbreiteter Pilz, der sowohl als Parasit als auch als Saprobiont an verschiedenen Laubbäumen vorkommt. Er bildet große, fächer- oder nierenförmige Fruchtkörper mit charakteristischen dunklen Schuppen auf gelblichem Grund. Der Pilz verursacht im Holz eine intensive Weißfäule und ist vor allem im Frühjahr und Frühsommer zu finden. Er verströmt einen markanten Geruch, der oft mit Salatgurken oder frischem Mehl verglichen wird.

Details

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Erkennungsmerkmale

Hut mit dunklen, anliegenden Schuppen; Poren auf der Unterseite groß und eckig; kurzer, oft exzentrischer Stiel mit schwarzer Basis; mehlartiger Geruch.

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Ernährung

Ernährt sich saprobiontisch von totem Holz oder parasitär von lebenden Laubbäumen durch den Abbau von Lignin und Zellulose.

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Überwinterung

Überwintert als Myzel im Wirtsholz; Fruchtkörper sind meist einjährig und vergehen im Winter.

Ökologie

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Ökologische Rolle

Wichtiger Primärzersetzer, der Weißfäule verursacht und dadurch Lebensraum (Höhlen) für Vögel und Insekten in Bäumen schafft.

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Natürliche Feinde

Verschiedene Insektenlarven (insb. Käfer der Familie Erotylidae) und Schnecken.

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Konkurrenzarten

Andere holzzersetzende Pilze wie der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus).

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Ökosystemleistung

Stoffkreislauf durch Holzabbau; Bereitstellung von Mikrohabitaten für saproxylophage Organismen.

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Bedrohungen

Intensive Forstwirtschaft und das Entfernen von Alt- und Totholz in Parks und Wäldern.

Wissenschaftlicher Steckbrief

Steckbrief

Familie
Stielporlingsverwandte

Erkennungsmerkmale

Große, schuppige Hüte; auffällig weite, eckige Poren; schwarze Basis des meist lateralen Stiels; intensiver Geruch nach frischen Gurken oder Mehl.

Lebensraum

Auwälder, Parkanlagen, Alleen und Laubmischwälder mit hohem Altholzanteil.

Fortpflanzung

Sexuelle Vermehrung durch Basidiosporen (10-16 x 4-6 µm, zylindrisch-elliptisch), die über die Poren freigesetzt werden.

Schutz & Bedrohung

IUCN Rote-Liste-StatusNicht gefährdet (LC)
LC
NT
VU
EN
CR
EW
EX

Hauptbedrohungen

Intensive Forstwirtschaft und Baumpflege in Parks, die zur Entfernung von Alt- und Totholz führt.

Schutzmaßnahmen

Förderung von Alt- und Totholzkonzepten; Erhalt von Habitatbäumen in Wirtschaftswäldern und urbanen Grünflächen.

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